Krefeld – Das hat der Rat per Dringlichkeitsbeschluss entschieden. Dieser Schritt war noch vor der nächsten Ratssitzung am 3. Juni erforderlich, weil die Verwaltung die entsprechenden vertraglichen Regelungen mit der SWK Mobil und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bis Ende Mai unterzeichnen musste. „Für tausende Schülerinnen und Schüler in Krefeld ist das – gerade in haushälterisch sehr herausfordernden Zeiten – eine tolle Nachricht. Sie erhalten weiterhin einen kostengünstigen Zugang zu bundesweiter und umweltfreundlicher Mobilität“, sagt Stadtdirektor und Bildungsdezernent Markus Schön.
Vom Schülerticket profitieren sowohl anspruchsberechtigte als auch selbstzahlende Kinder und Jugendliche aller Schulformen. Bei insgesamt rund 35.000 Schülerinnen und Schüler in Krefeld sind im aktuellen Schuljahr etwa 4.000 für das Deutschland-Ticket anspruchsberechtigt. Dieses Kriterium greift, wenn eine bestimmte Distanz vom Wohnort zur nächstgelegenen Schule überschritten wird. Die jeweils kürzeste Fußwegverbindung berechnet sich auch danach, ob das Kind die Grundschule, die Sekundarstufe I oder Sekundarstufe II besucht. Bis auf einen Eigenanteil bekommen anspruchsberechtigte Schüler die Kosten fürs DeutschlandTicket erstattet. Selbstzahlende Schüler liegen unter dieser Bemessungsgrenze, sie erhalten das Ticket wahlweise mit 20 Euro Ermäßigung, derzeit also für 43 Euro monatlich.
Bei der Versorgung mit einem Schülerticket für anspruchsberechtige Kinder und Jugendliche handelt es sich um eine kommunale Pflichtaufgabe. Vor drei Jahren hat die Stadt als Schulträgerin nach einem Ratsbeschluss auf das Deutschland-Ticket umgestellt, das seinerzeit das Schoko-Ticket ablöste. Die Verwaltung hat trotz der Preiserhöhung des Deutschland-Tickets um fünf Euro zu Beginn 2026 auch für das kommende Schuljahr die Fortführung des laufenden Modells vorgeschlagen. Eine Rückkehr zum Schoko-Ticket wäre bei einem deutlich niedrigen Leistungsangebot schätzungsweise zwar etwas kostengünstiger gewesen. Zugleich hätte ein Tarifwechsel zu einem enormen Verwaltungsaufwand bei allen Beteiligten geführt. Für Selbstzahlende hätte sich der Preis bei einer Umstellung sogar erhöht. Das Deutschland-Ticket lässt sich das ganze Jahr über bei der Stadt Krefeld beantragen.




