Düsseldorf – Katzenbilder, -videos und -memes gehören zu den meistverbreiteten Inhalten digitaler Medien – doch ihre kulturelle Bedeutung reicht weit über die Gegenwart hinaus. In einem Vortrag beleuchtet die Kunstwissenschaftlerin Elena Korowin am Donnerstag, 21. Mai 2026, 18 Uhr, die lange Geschichte der Katze als Bildmotiv – von der japanischen Kunst und dem Japonismus bis in die digitalen Bildkulturen der Gegenwart. Dabei wird deutlich: Die scheinbar banalen Darstellungen von Niedlichkeit sind Teil einer vielschichtigen visuellen Kultur, in der sich gesellschaftliche Bedürfnisse, Projektionen und Formen kultureller Übersetzung spiegeln.
Im Anschluss an den Vortrag lädt das Goethe-Museum zu einer gemeinsamen Diskussion ein. Im Zentrum stehen Fragen nach der Rolle der Katze als Symbol des Kulturtransfers sowie nach den Funktionen von „Niedlichkeit“ in der heutigen Mediengesellschaft. Der Vortrag basiert auf Korowins viel beachteter Publikation Cat Content, erschienen in der Reihe „Digitale Bildkulturen“ im Wagenbach Verlag. Der Eintritt ist kostenfrei.
Zur Referentin
Elena Korowin ist Professorin für Kunstwissenschaft mit dem Schwerpunkt Kulturtransfer an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählen „Krieg geht viral. Visuelle Kultur und Kunst im Ukraine-Krieg“ (transcript Verlag) sowie „Cat Content“ (Wagenbach Verlag).




