Münster – Der Baustart ist nach den Plänen des städtischen Amts für Immobilienmanagement für Anfang 2027 vorgesehen, bis Mitte 2029 soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Die neue Dreifach-Sporthalle soll den drei Schulen des Schulzentrums zur Verfügung stehen und an die bestehende Zweifach-Halle angebaut werden. An der Stelle der bisherigen, sanierungsbedürftigen Umkleiden entsteht als Verbindung zwischen alter und neuer Halle ein Trakt mit Geräteräumen, Umkleiden und weiteren Nebenräumen. Damit die Zweifach-Sporthalle auch während der Bauzeit genutzt werden kann, werden für die Sportlerinnen und Sportler Container mit Toiletten und Umkleiden bereitgestellt.
Angrenzend an die Johannes-Gutenberg-Realschule soll ein dreigeschossiger Erweiterungsbau mit Unterrichts-, Fach- und Verwaltungsräumen für die Realschule entstehen. Durch zwei überdachte Gänge wird der Neubau mit dem Bestandsgebäude verbunden. Im Vorfeld wird ein bestehender eingeschossiger Verwaltungstrakt der Realschule zurückgebaut. Für die Bauzeit zieht die Schulverwaltung übergangsweise in Containerräume.
Darüber hinaus sollen die Digitaltechnik in den Bestandsgebäude an moderne Standards angepasst werden. Der Fachraumtrakt der Realschule erhält zudem eine Außentreppe und einen Aufzug. Eine umfassende Sanierung der Bestandsgebäude erfolgt in einem späteren Bauabschnitt.
Klimaschutz: Begrünte Dächer und PV-Anlagen
Bei der gesamten Maßnahme, die nach den Plänen von PBA Peter Bastian Architekten aus Münster umgesetzt wird, spielt der Klimaschutz eine wichtige Rolle: Die Dächer des Erweiterungsbaus und der neuen Sporthalle sollen jeweils eine Begrünung und eine Photovoltaik-Anlage erhalten. Auch bei den Bestandsgebäuden will die Stadt prüfen, ob sie mit Solarmodulen ausgestattet werden können. Die Wärmeversorgung des Erweiterungsbaus wird über eine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe sichergestellt. Die Sporthalle erhält eine Hybridlösung aus Wärmepumpe und Anschluss an das vorhandene Nahwärmenetz.
Der beschlossene Umbau ist Auftakt für weitere Maßnahmen am Schulzentrum Hiltrup. Für das kommende Schuljahr 2026/2027 erhält das Immanuel-Kant-Gymnasium Fertigbauklassen. Diese sind übergangsweise nötig, um einen zusätzlichen Jahrgang im Zuge der Umstellung auf das Abitur nach neun Jahren (G9) aufzunehmen.
In weiteren Bauabschnitten sind die Sanierung und der Umbau des Bestands, ein zusätzlicher Erweiterungsbau samt Mensa für das gesamte Schulzentrum sowie die Sanierung des Schulhofes vorgesehen. Dazu sind jeweils gesonderte Baubeschlüsse des Rates notwendig.




