Dokumentar-Schauspiel in der Stadtbücherei Münster

Das Schauspiel „Hitlers Tischgespräche" mit anschließender Diskussion, ist am Freitag, 22. April 2026, um 20 Uhr in der Stadtbücherei am Alten Steinweg zu sehen.

Münster – Wie gab sich Adolf Hitler, der die Welt in einen Vernichtungskrieg stürzte, als Privatmensch – jenseits von Propaganda und Reichsparteitagen? In die Rolle des „Führers” schlüpft Schauspieler und Historiker Andreas Breiing. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte ab 16 Jahren. Der Eintritt ist frei, die Anmeldung ist über die Website der Stadtbücherei unter www.stadt-muenster.de/buecherei erforderlich.

Die Zeiten, in denen Großeltern ihren Enkeln die Kriegsgrauen des Nationalsozialismus eindringlich schilderten, sind zu Ende. Diese Möglichkeit, Geschichte aus erster Hand zu erleben, fehlt heute – vor allem Jugendlichen. Das Schauspiel „Hitlers Tischgespräche“ bietet eine Alternative, um nachhaltig ein Bewusstsein für die Gefahren zu schaffen, die von rechtsextremen Ideologien ausgehen. Die Texte des Stücks beruhen auf Original-Monologen Hitlers im kleinen Kreis, die sein Sekretär Martin Bormann durch Stenographen mitschreiben ließ.

Bei dem Stück sitzen die Zuschauenden mit „Hitler” an einem Tisch und erleben ihn nicht als herumbrüllenden Despoten, sondern als eine vor sich hin sinnierende Person. „Ich bin doch kolossal human“, sagt der „Führer”. „Von Natur aus bin ich ganz anders, ich möchte niemanden leiden sehen und keinem weh tun.“

Über die Person Hitler, die sich in den Monologen mit Ernährung, Bekleidung, Judentum, Kirche, Kunst und der Rolle der Frau befasst, kann das Publikum anschließend diskutieren.

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