Krefeld beteiligt sich an Umfrage zur Jugendgesundheit

Die Stadt Krefeld beteiligt sich erneut an der Jugendstudie Youth Euregional Scan (YES).

Krefeld – Der Fachbereich Gesundheit wird in Kürze die Krefelder weiterführenden Schulen zur Teilnahme an der Befragung einladen. Die Teilnahme an der Online-Befragung erfolgt anonym und freiwillig. Je mehr Jugendliche mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Daten und Ergebnisse.

Die Euregionale Jugendstudie wird seit 2001 durchgeführt. Es handelt sich um eine Langzeitstudie, an der sich mehrere europäische Länder beteiligen: die Niederlande, Belgien und Deutschland. Die Studie untersucht, wie sich die Lebenssituation und gesundheitliche Lage von Heranwachsenden in den Grenzregionen verändert, welche Einstellungen und Meinungen junge Leute haben. Erstmalig hat das Gesundheitsamt Krefeld im Herbst 2023 rund 1.700 Jugendliche der achten und zehnten Klassen weiterführender Schulen im Stadtgebiet zur körperlichen und psychischen Gesundheit befragt.

Besorgniserregende Verschlechterung der psychischen Gesundheit Jugendlicher

Die Ergebnisse aus der letzten Befragung 2023 zeigen, dass über ein Drittel der Jugendlichen von psychischen Belastungen berichten. Faktoren wie Einsamkeit und Leistungsdruck spielen dabei eine zentrale Rolle. Besonders deutlich wird dies bei Jugendlichen, die Einsamkeit empfinden – ihr Risiko für psychische Belastungen ist viermal höher. Insgesamt bewerten Mädchen ihre psychische Gesundheit schlechter als Jungen, während jüngere Jugendliche im Vergleich zu älteren ihre mentale Verfassung positiver einschätzen. Diese Ergebnisse spiegeln einen Trend wider, der international auf eine besorgniserregende Verschlechterung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen hinweist. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, frühzeitig einzugreifen und maßgeschneiderte Präventionsmaßnahmen für Jugendliche in der Grenzregion zu entwickeln. Dabei spielt das Lernen voneinander eine zentrale Rolle – insbesondere mit Blick darauf, welche erfolgreichen Ansätze die Nachbarländer bereits implementiert haben.

Im Herbst 2026 soll die Befragung erneut zusammen mit verschiedenen Projektpartnern aus der Grenzregion Deutschland, den Niederlanden und Belgien stattfinden. Aus Deutschland nehmen der Kreis Euskirchen, Kreis Wesel, Kreis Viersen, Rhein-Kreis Neuss, Kreis Heinsberg, Kreis Höxter, Oberbergischer-Kreis sowie die Kommune Krefeld an der Studie teil. Aus den Niederlanden beteiligen sich die Gesundheitsdienste GGD Zuid-Limburg sowie Noord-Limburg und in Belgien die Region Ostbelgien.

xity.de
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