Fachtag zu antimuslimischem Rassismus in der VHS Essen

Die VHS Essen veranstaltet am Mittwoch, 1. Juli 2026, ab 16:30 Uhr, einen Fachtag zu antimuslimischem Rassismus.

Essen – Die Volkshochschule (VHS) Essen und das Kommunale Integrationszentrum Essen laden am Mittwoch, 1. Juli, ab 16:30 Uhr zu einer Fachveranstaltung zum Thema „Antimuslimischer Rassismus als demokratische Herausforderung. Aktuelle Befunde, gesellschaftliche Zusammenhänge und Handlungsperspektiven vor Ort“ in den großen Saal der VHS ein. Für die kostenlose Teilnahme ist eine Anmeldung bis Montag, 29. Juni erforderlich.

Über den Fachtag

Antimuslimischer Rassismus ist kein Randphänomen. Er zeigt sich in offenen Anfeindungen und Gewalt, aber auch in alltäglichen Zuschreibungen, institutionellen Routinen, medialen Bildern und ungleichen Teilhabechancen. Musliminnen*Muslime sowie Menschen, die als muslimisch wahrgenommen werden, sind häufig mit pauschalen Zuschreibungen konfrontiert, die ihre Zugehörigkeit, ihre Gleichberechtigung und ihre Einbeziehung in gesellschaftliche, soziale und kulturelle Lebensbereiche infrage stellen.

Die aktuellen Befunde des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (NaDiRa) machen deutlich, dass Rassismus nicht nur eine Frage individueller Einstellungen ist. Er wirkt in gesellschaftlichen Strukturen, in öffentlichen Debatten, in Institutionen und in konkreten Alltagserfahrungen. Antimuslimischer Rassismus ist dabei eng mit Fragen von Zugehörigkeit, Vertrauen, Bildung, Verwaltung und demokratischem Zusammenleben verbunden.

Im Vortrag werden zentrale Befunde des NaDiRa vorgestellt und rassismuskritisch eingeordnet. Im Fokus stehen rassistische Wissensbestände, Diskriminierungserfahrungen von Betroffenen sowie die Folgen für Teilhabe, Gesundheit, institutionelles Vertrauen und demokratische Kultur.

Im Anschluss findet eine moderierte Paneldiskussion mit weiteren Expertinnen*Experten statt. Gemeinsam wird dabei diskutiert, welche Herausforderungen sich für Bildung, Verwaltung und Zivilgesellschaft ergeben und wie rassismuskritische Handlungsperspektiven vor Ort gestärkt werden können.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Özcan Karadeniz, Leitungsstab Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa), Referent für Community Outreach
  • Nora Ismail, Vertreterin der Essener Förderung von Migrantenökonomie
  • Zilal Ghouzi, Ärztin/Frauenheilkunde
  • Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, Integrations-und Bildungsforscher an der Universität Duisburg-Essen, Leiter des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung

Veranstaltungsort ist der Große Saal der VHS am Burgplatz, die Teilnahme ist kostenfrei. Informationen zur Anmeldung sowie weitere Informationen zur Veranstaltung finden Interessierte unter www.vhs.link/AmR

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