Düsseldorf – Bereits jetzt sind mehr als 30 Bewerbungen eingegangen. Sie reichen von Lern- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche über Nachbarschaftstreffs und Unterstützungsangebote für wohnungslose Menschen bis hin zu Projekten für politische Teilhabe, Integration und kulturelle Beteiligung. Damit zeigt sich schon früh die große Bandbreite an Initiativen, die sich in Düsseldorf aktiv gegen die Folgen von Armut einsetzen. Die eingegangenen Bewerbungen sind online einsehbar.
Noch bis zum 17. Mai 2026 können sich alle bewerben, die in Düsseldorf dazu beitragen, Armutsfolgen zu mindern und gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.
Fachliche Expertise für fundierte Entscheidungen
Zur Unterstützung bei der Auswahl der Finalprojekte hat die Landeshauptstadt fünf Fachleute berufen. Sie beraten Verwaltung und Jury und bringen unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis ein. Ziel ist eine fundierte, unabhängige und differenzierte Bewertung der Projekte.
In diesem Jahr gehören dazu:
- Professorin Dr. Christiane Bausch, Hochschule Düsseldorf, vertritt den wissenschaftlichen Blickwinkel. Sie forscht seit vielen Jahren zu Fragen der Partizipation sowie der (politischen) Selbstvertretung marginalisierter Gruppen
- Streetworker Franco Clement bringt seine Erfahrungen aus der aufsuchenden Sozialarbeit, unter anderem mit Jugendlichen, Obdachlosen und Geflüchteten ein
- Dr. Sebastian Sedlmayr, UNICEF Deutschland, ergänzt die Jury mit seiner Expertise zu Kinderrechten und Chancengerechtigkeit
- Viola Langhans bringt als Berufseinsteigerin eine junge Perspektive ein. Sie studierte unter anderem Empowerment-Studies und setzt ihren Schwerpunkt auf die Ermöglichung von Selbstermächtigung und politischer Mündigkeit
- Pater Wolfgang Sieffert, Vorsitzender der Altstadt-Armenküche Düsseldorf, engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen in schwierigen Lebenslagen, beispielsweise als Gefängnisseelsorger
Die zusätzliche fachliche Expertise ergänzt das Wissen der Verwaltung und unterstützt dabei, Wirkung, Innovationskraft und Übertragbarkeit der eingereichten Projekte einzuschätzen.
Vielfältiges Engagement sichtbar machen
Schon jetzt wird deutlich, wie unterschiedlich und vielfältig das Engagement in Düsseldorf ist – von nachbarschaftlichen Initiativen bis hin zu größeren Angeboten von Vereinen und Einrichtungen. Viele Projekte zeigen, wie konkret und wirkungsvoll Benachteiligungen abgebaut und Teilhabe ermöglicht werden kann.
Alle eingereichten Aktivitäten können auf Wunsch auf einer digitalen Düsseldorf-Karte sichtbar gemacht werden. So entsteht Schritt für Schritt ein lebendiges Panorama des Engagements, das Armutsfolgen mildert und „Dabei sein“ fördert. Die Übersicht soll ermutigen, eigene Ideen zu entwickeln, bestehende Ansätze weiterzudenken und neue Kooperationen zu knüpfen. Auch Initiativen, die nicht am Wettbewerb teilnehmen möchten, haben die Möglichkeit, ihre Projekte sichtbar zu machen.
Online-Abstimmung und Preisverleihung
Die drei Finalprojekte präsentieren sich im Oktober im Rahmen einer Online-Abstimmung mit einem eigenen Kurzfilm. Alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind dann eingeladen, über die Gewinnerin oder den Gewinner des Zukunftspreises 2026 abzustimmen.
Die Preisverleihung findet im November statt. Neben einem Preisgeld erhalten die ausgezeichneten Projekte öffentliche Aufmerksamkeit und neue Vernetzungsmöglichkeiten.
Jetzt noch bewerben
Die Bewerbung ist noch bis zum 17. Mai 2026 online möglich. Teilnehmen können Einzelpersonen, Vereine, Organisationen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen aus Düsseldorf. Willkommen sind sowohl etablierte Projekte als auch neue Ideen, die Teilhabe fördern und Benachteiligungen entgegenwirken.




