Innenminister Reul zu Gast bei den Düsseldorfer Jonges

Die Sicherheitslage in der Düsseldorfer Altstadt entwickelt sich nach Einschätzung von NRW-Innenminister Herbert Reul in die richtige Richtung.

Düsseldorf – Beim gestrigen Heimatabend, 30. Juni 2026, der Düsseldorfer Jonges machte Reul zugleich deutlich, dass Sicherheit kein Selbstläufer sei, sondern dauerhaft hohe Priorität haben müsse. „Die Aufgabe ist nicht erledigt. Sie bleibt eine Daueraufgabe“, sagte Reul vor rund 400 Gästen und Jonges-Mitgliedern im Henkel-Saal. „Sicherheit ist ein Standortvorteil – mehr noch: Sie ist die Grundlage für alles andere.“ Entscheidend sei nicht allein die Kriminalitätsstatistik, sondern vor allem das Sicherheitsgefühl der Menschen. Wer sich in der Altstadt nicht mehr sicher fühle, komme irgendwann nicht mehr zum Einkaufen, zum Ausgehen oder zum Besuch kultureller Veranstaltungen. Das schade letztlich der gesamten Innenstadt.

Um dieses Vertrauen zu stärken, seien in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt worden. Dazu zählten unter anderem der Ausbau der Videoüberwachung, die Waffenverbotszone sowie die enge Zusammenarbeit von Polizei und Ordnungsdienst. Diese Maßnahmen zeigten Wirkung: In der Düsseldorfer Altstadt sei die Kriminalität seit 2023 um zwölf Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig seien mehr als 20 Prozent weniger Platzverweise ausgesprochen worden und die Zahl der Ingewahrsamnahmen habe sich um rund 30 Prozent verringert.

Mit Blick auf die Waffenverbotszone verwies Reul auf eine weitere Bilanz: Bis Ende vergangenen Jahres seien in Düsseldorf rund 100.000 Menschen kontrolliert und mehr als 600 Messer oder andere Waffen sichergestellt worden. „Bei uns gehören die Messer in die Küche und nicht in die Hosentasche“, sagte der Innenminister. „Ein einzelnes Messer kann verdammt viel Schaden anrichten.“ Deshalb freue er sich über jedes Messer, das Polizei und Ordnungsdienst sicherstellten.

Neben den konkreten Entwicklungen in der Düsseldorfer Altstadt ordnete Reul die Bedeutung von Sicherheit auch gesellschaftspolitisch ein. Sie sei Voraussetzung für das Vertrauen der Menschen in den Staat und damit weit mehr als eine Frage der Kriminalitätsstatistik.

„Die Sicherheit in der Düsseldorfer Altstadt bewegt die Menschen seit vielen Jahren – und damit auch die Düsseldorfer Jonges. In der letzten Zeit haben wir gemerkt, dass sich beim Thema Sicherheit vieles positiv entwickelt hat. Der Vortrag von Innenminister Herbert Reul hat diese Entwicklung mit konkreten Beispielen und Zahlen eindrucksvoll untermauert. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Sicherheit eine Aufgabe bleibt, an der Politik, Polizei und Stadtgesellschaft gemeinsam weiterarbeiten müssen“, sagte Dr. Reinhold Hahlhege, Baas der Düsseldorfer Jonges.

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