Düsseldorf – Somit gab es 490 Arbeitslose mehr als im Vormonat. Im Berichtsmonat April nahmen rund 1.700 zuvor arbeitslos Gemeldete eine Erwerbstätigkeit auf. Demgegenüber standen jedoch rund 2.200 Menschen, die sich zum April nach einer Kündigung oder Freisetzung arbeitslos meldeten. Zudem entwickelte sich die Arbeitskräftenachfrage ungünstig.
Birgitta Kubsch-von Harten, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Düsseldorf, kommentiert die neuesten Arbeitsmarktzahlen: „Auf der positiven Seite sehen wir, dass die Beschäftigung in Düsseldorf anders als in manchen anderen Regionen weiterhin wächst. Im April gab es jedoch viele Kündigungen und Freisetzungen und die Arbeitskräftenachfrage war niedrig. Das führt dazu, dass die Arbeitslosenquote auf 8,2 Prozent angestiegen ist.“
Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Düsseldorf
29.840 Arbeitslose waren im April bei der Agentur für Arbeit Düsseldorf und im Jobcenter registriert, 490 Menschen mehr als im März und 1.108 mehr als im April vor einem Jahr. Die Anzahl der arbeitslosen Frauen und Männer lag somit um 1,7 Prozent über der des Vormonats und um 3,9 Prozent über der des Vorjahresmonats. Die Arbeitslosenquote lag im Berichtsmonat April 2026 bei 8,2 Prozent. Zum Vormonat genauso wie zum Vorjahresmonat war das jeweils ein Plus von 0,1 Prozentpunkten.
Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit
10.945 Frauen und Männer gelten als langzeitarbeitslos, weil sie ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Personengruppe der Langzeitarbeitslosen um 2,5 Prozent oder um 263 Personen an. Im Vergleich zum April im Vorjahr ist das ein Plus von 10,2 Prozent (+1.011 Personen). Langzeitarbeitslose sind somit die Personengruppe mit dem höchsten Anstieg.
Birgitta Kubsch-von Harten: „Besonders für Ungelernte hat sich die Lage am Arbeitsmarkt verschlechtert. Deshalb ist es so wichtig, sich kontinuierlich weiterzubilden. Wir als Agentur für Arbeit fördern mit Fortbildungen und Umschulungen. Ebenso kann das Nachholen eines Berufsabschlusses in Etappen durch eine Teilqualifikation eine gute und sinnvolle Alternative sein.“
Entwicklungen der Kündigungen und Freisetzungen
Ein genauer Blick auf die Bewegungen am Arbeitsmarkt zeigt: Im April meldeten sich 2.216 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 197 Personen mehr als vor einem Jahr im April (+9,8 Prozent) und 214 Personen mehr als im Vormonat (+10,7 Prozent).
Die ersten Schritte nach einer Kündigung
- Wer von einer Kündigung betroffen ist, muss sich zunächst innerhalb von drei Tagen bei der Arbeitsagentur arbeitssuchend melden. Dies geht unkompliziert mit den eServices. Spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit muss zudem die Arbeitslosmeldung erfolgen – entweder online mit den eServices oder persönlich in der Agentur für Arbeit. Alternativ zu den Antrag- und Meldeverfahren mit den eServices können online Termine bei der Agentur für Arbeit gebucht werden.
- Mit dem Arbeitslosengeldantrag werden die Ansprüche überprüft. Arbeitssuchende brauchen finanzielle Sicherheit. Daher erfolgt die Antwort bereits nach kurzer Zeit. Der Antrag kann online gestellt werden.
- Um für das erste Gespräch bei der Arbeitsvermittlung gut vorbereitet zu sein, wird empfohlen, ein Profil auf www.arbeitsagentur.de anzulegen und Lebenslauf, Kenntnisse, Fähigkeiten und Berufsabschlüsse zu hinterlegen. Beratungen der Arbeitsvermittlung erfolgen nach vorheriger Online-Terminvereinbarung und können persönlich oder als Videotermin wahrgenommen werden. Im gemeinsamen Beratungsgespräch werden die nächsten Schritte für die Arbeitsaufnahme geklärt.
Durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten im April 1.737 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 50 Personen mehr als im März (+3,0 Prozent) und 103 Personen weniger als im April vor einem Jahr (-5,6 Prozent).
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung
Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) werden von der Agentur für Arbeit ausgezahlt, die Leistungen der Grundsicherung (SGB II) hingegen vom Jobcenter. Aktuell erhalten 11.389 Personen Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III). Das sind 2,0 Prozent mehr als im Vormonat (+223 Personen) und 7,8 Prozent mehr als im April vor einem Jahr (+828 Personen). Grundsicherung gemäß SGB II erhalten im aktuellen Berichtsmonat 18.451 arbeitslose Personen. Hier gab es ein Plus von 1,5 Prozent zum Vormonat (+267 Personen) sowie ein Plus von 1,5 Prozent zum Vorjahresmonat (+280 Personen).
Niedrige Arbeitskräftenachfrage
Die Düsseldorfer Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur im April 966 neue Arbeitsstellen. Die Anzahl der neu gemeldeten Stellen lag somit um 15,2 Prozent unter der Zahl des Vormonats (-173 Stellen) und um 25,3 Prozent unter der des Vorjahresmonats (-328 Stellen). Die Anzahl der Arbeitsstellen im Bestand stieg im Vergleich zum März um 1,3 Prozent oder 58 Stellen auf 4.414. Im Vergleich zum April vor einem Jahr gab es einen Stellenrückgang von 7,7 Prozent (-367 Stellen).
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt Düsseldorf ist zum Stichtag 31.10.2025 innerhalb eines Jahres um 1,6 Prozent an-gestiegen. Der Anstieg in der Stadt Düsseldorf gehört zu den höchsten im Land NRW.
Hinweis zur Beschäftigten-Statistik
Die statistischen Daten zur Beschäftigung werden anders als die Statistiken zur Arbeitslosigkeit erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten veröffentlicht. Aufgrund der Abgabefristen und des Melde-flusses sind stabile statistische Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.




