Düsseldorf – Die Fällarbeiten sind notwendig und Ergebnis der städtischen Baumkontrollen im April und Mai dieses Frühjahres, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Sie beginnen Anfang kommender Woche. Vorab werden die Bäume auf besetzte Bruthöhlen und Nester untersucht.
„Bäume sind ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt und unseres Klimaschutzes, daher ist jede Baumfällung bedauerlich“, betont Umweltdezernent Jochen Kral. „Wenn sie jedoch krank oder nicht mehr standsicher sind, müssen wir handeln, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.“
Unter den 211 Bäumen sind 52 Straßenbäume und 159 in Grünanlagen. 72 Bäume sind bereits abgestorben, weitere 33 absterbend. Vor Beginn der Fällungen informiert die Verwaltung Anwohner und Passanten mit Informationsbanderolen an den betroffenen Bäumen. Darüber hinaus kommuniziert die Stadt Baumfällungen im Vorfeld jeweils über maps.duesseldorf.de in der Themenkategorie Baumbestand und informiert die jeweilige Bezirksvertretung.
Betroffen sind unter anderem 44 Bäume im Schlosspark Benrath. Von ihnen sind 17 Bäume abgestorben, während fünf weitere erhebliche Fäuleschäden aufweisen. Ein Baum ist absterbend. Zudem sind 21 Bäumen von holzzersetzenden Pilzen befallen.
Auf dem Friedhof Eller entnimmt die Stadt insgesamt 15 Bäume – davon sind fünf abgestorben und sechs weitere Bäume absterbend. Zwei Bäume weisen starke Fäuleschäden auf, zudem sind zwei weitere vom Birkenporling befallen. Dieser verursacht in der Birke eine Braunfäule, die dazu führt, dass das Holz zersetzt und dadurch brüchig wird.
Darüber hinaus müssen an der Bremer Straße insgesamt zehn Bäume entnommen werden. Von ihnen sind drei Bäume abgestorben und ein weiterer Baum ist absterbend. Drei Bäume weisen erhebliche Fäuleschäden auf, zwei weitere zeigen Stammschäden, ein Baum ist vom Lackporling befallen. Dieser Pilz verursacht eine starke Zersetzung im Stamm und Wurzelbereich. Die betroffenen Bäume sind infolgedessen nicht mehr standsicher.
1.500 Bäume werden jährlich neu gepflanzt
Ziel der Stadt ist es, möglichst viele der Standorte erneut zu bepflanzen. Für die Nachpflanzung der Straßenbäume veranlasst die Verwaltung sogenannte Umlaufverfahren. Dabei prüfen unter anderem die Netzgesellschaft, der Stadtentwässerungsbetrieb und die Telekom die nahegelegenen Leitungstrassen und ihren Abstand zum Baumstandort. Ebenso sind notwendige Abstände zu den Verkehrsanlagen sowie brandschutztechnische Belange zu beachten.
Seit 2020 sind die Pflanzungen mit rund 1.500 Bäumen jährlich auf einem hohen Niveau. Daran konnte die Stadt auch in der vergangenen Pflanzsaison trotz zusätzlicher Herausforderungen – wie laufender Kampfmittelabfragen – anknüpfen.
Unter den Pflanzungen sind 400 Nachpflanzungen von Straßenbäumen, 120 Pflanzungen im Rahmen des Stadtbaumkonzeptes, 220 Bäume in Parkanlagen, 225 Bäume auf Privatgrundstücken im Rahmen der Aktion „Dein Baum“ und 60 Bäume, die im Rahmen von Bauprojekten ihren Platz finden werden. Zudem sind 50 Schattenbäume auf Kinderspielplätzen vorgesehen, 325 Bäume auf Friedhöfen und 100 Bäume 100 in Sportanlagen. Dazu kommen noch 20.000 Setzlinge im Stadtwald.




