Essen – Ein virtuoses Opern-Feuerwerk vom „Liszt der Harfe“ steht am Anfang dieses Konzertes: Elias Parish Alvars (1808-1849) verwandelt Bellinis emotionale Belcanto-Melodie „Norma“ in ein technisch atemberaubendes Prachtstück der Harfe. Es folgt von Carl Phillip Emanuel Bach (1714-1788) die Sonate für Harfe solo in G-Dur, Wq 139, die durch feine Intimität und sprühende Lebendigkeit besticht. Faszinierend avantgardistisch sind von Heinz Hollinger (*1939) die Sequenzen über Johannes I, 32 für Harfe solo, ein Werk, das die biblische Vision des herabschwebenden Geistes in flüchtige, schwebende Klänge übersetzt.
Nach der Pause steht von Paul Hindemith (1895-1963) die Sonate für Harfe (1939) auf dem Programm: ein Meilenstein der Harfenliteratur des 20. Jahrhunderts. Inspiriert von einem französischen Gedicht erzählt Henriette Renié (1875-1956) in Légende d’après „Les Elfes“ de Leconte de Lisle die tragische Begegnung eines Ritters mit Elfen. Renié entfesselt dabei eine dramatische, orchestrale Klangwelt auf den Saiten. Den Abschluss des Abends bildet von Guillaume Connesson (*1970) die Toccata pour harpe, sie fordert höchste Präzision und lässt das Konzert in einem funkensprühenden, farbenreichen Rausch enden.
Karten zu diesem Harfenkonzert mit Amerie Schlösser, einem Konzert aus der Reihe Best of NRW, gibt es ab sofort im Schloß Borbeck (Schlossplatz 1), per Telefon unter 0201 88-44219 oder per E-Mail an [email protected].




