Kultursommer in der Auferstehungskirche in Arnsberg

Von Freitag, 14., bis Sonntag, 30. August 2026, wird das Kirchenschiff der Auferstehungskirche in einen erlebbaren Ausstellungsraum verwandelt.

Arnsberg – Die Arnsberger Künstlerinnen und Künstler Barbara Anneser, Arno Mester und Hartmut R. Schröger setzten sich mit Sterblichkeit und Vergang auseinander. Ihre Arbeiten sind unter dem Titel „MEMENTO MORI“ (übersetzt: „Bedenke, dass du sterblich bis!“) in einer aufwändigen Ausstellung zu sehen.

Aufwändige Ausstellung

Auch dieses Jahr öffnet sich die Auferstehungskirche zu einem Begegnungs- und Ausstellungsort im Arnsberger Kultursommer. Die Künstler:innen Barbara Anneser, Arno Mester und Hartmut R. Schröger haben sich dem Thema „MEMENTO MORI“ gewidmet. Es entstehen spannende Bezüge zwischen den Werken und dem Kirchenraum. Die Idee zur Ausstellung stammt noch aus dem Jahr 2021 und ist in den letzten Jahren gewachsen. In ihren Ateliers und Studios haben die Künstler:innen ihre Arbeiten angefertigt und gesammelt – jetzt präsetieren sie in der aktuellen Ausstellung die Ergebnisse. Dabei bleiben alle beteiligten Künstler:innen aber nicht nur in „ihrem“ Metier, von der Zusammenarbeit haben sich alle bei der Gestaltung inspirieren lassen.

Inspiration durch Zusammenarbeit

Die Fotografin und Künstlerin Barbara Anneser zeigt Fotomontagen, die sich anhand konkreter Personen aus dem Arnsberger Stadtbild mit den Themen „Tod“, „Sterben“ und „Vergänglichkeit“ beschäftigen. Und während die Fotomontagen ein Abbild zum Thema der Ausstellung verbunden mit nur einem Gedanken liefern, sind alle Gedanken und Hintergründe der fotografierten Personen in jeweils einem eigenen Heft zur Ausstellung zusammen getragen worden, das zu den Portrait-Montagen ausliegt. Barbara Anneser hat über die letzten fünf Jahre Motive und Gedanken gesammelt.

Motive und Gedanken gesammelt

Für den Betonkünstler Arno Mester aus Arnsberg liegt die Auseinandersetzung mit dem Thema u.a. in der Gestaltung von Masken. Auf der Grundlage von realen Personen sind dabei Abbilder in Beton entstanden, die auf einer „Himmelsleiter“ angebracht, einen jeweils individuellen Gesichtsausdruck zum Thema der Vergänglichkeit des Lebens zeigen. Arno Mester bereichert die Ausstellung in der Auferstehungskirche zudem mit einem von ihm gezimmerten Sarg, der die Todesanzeigen zahlreicher Menschen erhält. Er lädt alle Besucherinnen und Besucher der Ausstellung ein, diese in die Hand zu nehmen und genau zu betrachten – bei Bekannten auch, die auf Karton verklebten Anzeigen mitzunehmen. Mesters dritter Beitrag in der Ausstellung sind individuell geformte Urnen, die aus einem seiner Workshops stammen. Die Urnen wurden dabei von Teilnehmenden des Kunst-Workshops nach eigenen Ideen entwickelt und entsprechen sogar den Nutzungsbestimmungen nach dem Friedhofsgesetz.

Eigene Sichtweisen

Seine eigenen Sichtweisen auf das Thema zeigt auch der Künstler Hartmut R. Schröger. In der evangelischen Kirche auf dem Neumarkt zeigt er Bilder, Skulpturen und Texte. Dabei sind Leben, Wachsen und Sterben ganz besondere Themen, die den ehemaligen Landwirt in seiner täglichen Arbeit auf den Feldern beschäftigten. Schröger lädt die Besucher:innen ein, verschiedene Ansichten zur Frage „Was machen wir in der Lebenszeit?“ kennen zu lernen. Seine Texte dazu finden sich auf Pulten, die in der Kirche aufgestellt sind.

Einladung an Interessierte

Die Ausstellung ist eine offene Einladung an Interessierte, sich mit dem lebensbejahenden Motto „Sei Dir Deiner Sterblichkeit bewusst!“ künstlerisch und nachsinnend auseinanderzusetzen. Dabei steht nicht das Sterben im Vordergrund, sondern eher die Empfehlung, den Kreislauf des (eigenen) Lebens stärker in den Blick zu nehmen.

Kreislauf des Lebens

Die Eröffnung der Ausstellung im Beisein der Künstler:innen ist am Donnerstag, 13. August, um 15 Uhr. Von Freitag, 14. August, bis Sonntag, 30. August, sind die Arbeiten der Künstler:innen von dienstags bis sonntags von15 Uhr bis 17 Uhr (außer montags) zu sehen.

Begleitprogramm geplant

Parallel zur Kunstausstellung gibt es ein Bücherregal in der Stadtbibliothek Arnsberg, in dem Interessierte unterschiedliche Literatur zum Thema Sterben/Vergänglichkeit finden. Im Rahmenprogramm zu Ausstellung ist ein dreißigminütiges buntes Programm geplant: Gedichte, Lesungen und Lieder, vorgetragen von Jutta Juchmann, Christina Stöcker, Stefan Wolf und Peter Jagoda – eine Art Performance, die speziell für diese Ausstellung konzipiert wurde. Termine der Performance sind am Sonntag, 16. August um 15.30 Uhr sowie am Sonntag, 30. August, um 14 Uhr, am letzten Ausstellungstag.

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