Düsseldorf – Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Polizeipräsidentin Miriam Brauns, Dr. Lukas Raabe, stellvertretender Leiter der Bundespolizeiinspektion Düsseldorf, sowie Henryck Fiedler, Leiter DB Sicherheit Nordrhein-Westfalen, unterzeichneten am Dienstag, 7. Juli 2026, im Rathaus eine gemeinsame Ordnungspartnerschaft. Damit erhält die bereits bewährte Zusammenarbeit innerhalb des Projekts „Sicherheit im Bahnhofsumfeld“ einen verbindlichen und langfristigen Rahmen.
Die SiBu-Streifen bestehen aus Einsatzkräften des Ordnungsamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf, des Polizeipräsidiums Düsseldorf, der Bundespolizeiinspektion Düsseldorf sowie der Deutschen Bahn. Ziel ist es, durch gemeinsames und abgestimmtes Handeln die Sicherheit im Umfeld des Düsseldorfer Hauptbahnhofs weiter zu stärken und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Die Ergebnisse und Erfahrungen der vergangenen Monate zeigen deutlich, dass unser gemeinsamer Ansatz funktioniert. Durch die enge Zusammenarbeit aller Sicherheitspartner können wir schneller handeln, Zuständigkeitsgrenzen überwinden und den Menschen im Bahnhofsumfeld sichtbar mehr Sicherheit bieten. Mit der heutigen Ordnungspartnerschaft festigen wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit und bauen sie weiter aus.“
Polizeipräsidentin Miriam Brauns: „Die Sicherheit der Menschen rund um den Düsseldorfer Hauptbahnhof ist eine gemeinsame Aufgabe. Mit der Ordnungspartnerschaft schaffen wir nun eine Grundlage, um die gemeinsamen Präsenzstreifen zu etablieren und weiterzuentwickeln. Durch die Zusammenarbeit können wir gemeinsam handeln und Kriminalität konsequenter bekämpfen. Sie sollen zukünftig dauerhaft ihren Teil dazu beitragen, das Sicherheitsgefühl der Menschen nachhaltig zu stärken.“
Positive Bilanz der Pilotphase
Seit Anfang März waren die SiBu-Streifen zunächst im Rahmen einer dreimonatigen Pilotphase zweimal wöchentlich im Einsatz. Die Bilanz fällt durchweg positiv aus: So wurde zahlreiche Platzverweise erteilt oder präventive Gefährderansprachen durchgeführt. Allein im Zeitraum Ende April – Mitte Juni wurden bei Personenkontrollen über 60 Fahndungstreffer erzielt. Dazu kamen zahlreiche Strafanzeigen unter anderem wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Betäubungsmittel- und Aufenthaltsdelikten sowie fünf freiheitsentziehende Maßnahmen.
Darüber hinaus zeigte sich insbesondere ein weiterer Erfolg: Durch die gemeinsame Streife wurden Probleme unmittelbar vor Ort von der jeweils zuständigen Stelle bearbeitet. Gleichzeitig entwickelten sich die SiBu-Streifen zu einem festen Ansprechpartner für Reisende, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende.
Auch die Rückmeldungen der beteiligten Einsatzkräfte fielen durchweg positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die kurzen Abstimmungswege, das bessere Verständnis der jeweiligen Zuständigkeiten sowie die sichtbare Präsenz aller Partner im Bahnhofsumfeld.
Dr. Lukas Raabe, stellvertretender Leiter der Bundespolizeiinspektion Düsseldorf: „Die Bundespolizei steht uneingeschränkt hinter der SiBu-Streife und misst dem Projekt sowie der heute geschlossenen Ordnungspartnerschaft einen hohen Stellenwert bei. Die enge Zusammenarbeit aller Sicherheitspartner ist Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung für das Bahnhofsumfeld. Wichtig für den Erfolg der Pilotierungsphase waren insbesondere die partnerschaftlich entwickelten und erprobten Fortbildungsmaßnahmen. Wir sind überzeugt, dass die kontinuierliche Weiterentwicklung dieses Konzepts einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Sicherheit rund um den Hauptbahnhof leisten wird.“
Henryck Fiedler, Leiter DB Sicherheit Nordrhein-Westfalen: „Die SiBu-Streife ist mittlerweile fest in unserem Arbeitsalltag verankert. Die beteiligten Partner sind spürbar enger zusammengerückt, und unser gemeinsames Vorgehen entfaltet Wirkung. Die positiven Rückmeldungen von Reisenden, Besucherinnen und Besuchern sowie unseren Mitarbeitenden bestätigen, dass das Konzept der SiBu-Streife nicht nur auf dem Papier überzeugt, sondern sich auch im täglichen Einsatz bewährt.“
Mehr gemeinsame Streifen
Mit der Verstetigung wird auch der Umfang der gemeinsamen Einsätze erhöht, geplant sind künftig drei Streifen pro Woche, die weiterhin lageangepasst an den jeweiligen Schwerpunkten im Bahnhofsumfeld eingesetzt werden. Grundlage bleibt das gemeinsam erstellte Lagebild aller Partner, anhand dessen Einsatzorte und Einsatzzeiten regelmäßig abgestimmt werden.
Die heute unterzeichnete Ordnungspartnerschaft regelt die Zusammenarbeit der vier Partner verbindlich. Sie umfasst unter anderem gemeinsame Lagebewertungen, regelmäßige Abstimmungen, einheitliche Schulungen sowie den kontinuierlichen Austausch über Entwicklungen im Bahnhofsumfeld.




