Schauspielerin Patricia Litten liest im Schloß Borbeck

Am Freitag, 12. Juni 2026, um 19 Uhr liest die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin Patricia Litten im Schloß Borbeck aus dem im Exil verfassten Buch ihrer Großmutter: "Eine Mutter kämpft gegen Hitler".

Essen – In ihrer konzertanten Lesung erinnert Litten an ihren 1938 im Konzentrationslager Dachau gestorbenen Onkel, den Rechtsanwalt Hans Litten. Dieser machte sich früh als Gegner des nationalsozialistischen Regimes und „Anwalt des Proletariats“ einen Namen. 1931 wagte er es, Adolf Hitler in Berlin nicht nur in den Zeugenstand zu holen, sondern ihn auch vorzuführen. Durch die Fragen des Strafverteidigers in die Enge getrieben, verstrickte sich Hitler unter Eid in Lügen und beschimpfte Hans Litten wütend. Diese Demütigung hat Hitler ihm nie verziehen. Noch in der Nacht des Reichstagsbrandes wurde Hans Litten verhaftet.

Seit dem Tag der Verhaftung hatte seine Mutter, Irmgard Litten, alles unternommen, um ihren Sohn aus den Fängen der Nationalsozialisten zu befreien. Ohne Erfolg: Nach fünf Jahren Folter in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern nahm sich Hans Litten am 5. Februar 1938 im KZ Dachau das Leben.

Patricia Litten, Enkelin Irmgard Littens und Nichte Hans Littens, trägt diese Familiengeschichte mit großer persönlicher Tiefe vor. Musikalisch begleitet wird die Lesung von der Cellistin Birgit Saemann, deren Spiel die emotionale Wucht der Texte noch einmal unterstreicht. Ergänzende Bildprojektionen lassen die Texte des von Irmgard Litten 1938 im Exil geschriebenen Buches „Eine Mutter kämpft gegen Hitler“ noch intensiver erfahrbar werden.

Karten zu dieser konzertanten Lesung mit Patricia Litten kosten 17 Euro, ermäßigt 14 Euro. Interessierte können diese im Schloß Borbeck, Schlossplatz 1, telefonisch unter 0201 88-44219 oder per E-Mail an kulturzentrum@schlossborbeck.essen.de erwerben.

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