Düsseldorf muss 245 kranke und abgestorbene Bäume fällen

Die Stadt Düsseldorf muss insgesamt 245 kranke und abgestorbene Bäume im gesamten Stadtgebiet fällen.

Düsseldorf – Die Fällarbeiten sind Ergebnis der städtischen Baumkontrollen und notwendig, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Sie beginnen am kommenden Montag, 4. Mai 2026. Vorab werden die Bäume auf besetzte Bruthöhlen und Nester untersucht.

„Jede Baumfällung ist bedauerlich, denn Bäume sind ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt und unseres Klimaschutzes. Wenn sie jedoch krank oder nicht mehr standsicher sind, müssen wir handeln, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten“, betont Umweltdezernent Jochen Kral.

Unter den 245 Bäumen sind 112 Straßenbäume und 133 in Grünanlagen. 95 Bäume sind bereits abgestorben, weitere 23 absterbend. Vor Beginn der Fällungen informiert die Verwaltung Anwohner und Passanten mit Informationsbanderolen an den betroffenen Bäumen. Darüber hinaus kommuniziert die Stadt Baumfällungen im Vorfeld jeweils unter Düsseldorf Maps in der Themenkategorie Baumbestand und informiert die jeweilige Bezirksvertretung.

Betroffen sind unter anderem 30 Bäume auf dem Gerresheimer Waldfriedhof. Von ihnen sind sechs Bäume abgestorben, während zwölf weitere erhebliche Schäden durch Fäule aufweisen. Ein Baum ist wegen eines eingerissenen Zwiesels geschädigt, ein weiterer weist fehlende Standsicherheit auf und ein Baum ist von Stammfußfäule betroffen. Zudem wurden zwei Bäume vom Brandkrustenpilz, drei vom Lackporling, zwei vom Birkenporling sowie ein weiterer Baum vom violetten Knorpelschichtpilz befallen. Ein Baum ist an der Rußrindenkrankheit erkrankt.

Im Schlosspark Benrath fällt die Stadt insgesamt 14 abgestorbene Bäume.

Am Roten Haus entnimmt die Stadt zwölf Bäume – davon sind sechs abgestorben und ein weiterer Baum ist absterbend. Ein Baum weist einen eingerissenen Zwiesel auf, zwei Bäume zeigen Schäden infolge von Fäule, ein weiterer ist in seiner Standsicherheit beeinträchtigt und ein Baum ist von Pilzbefall betroffen.

Darüber hinaus müssen im Maurice-Ravel-Park neun abgestorbene Bäume entnommen werden. An der Frankfurter Straße werden acht Bäume gefällt – davon sind vier abgestorben und zwei weitere Bäume absterbend. Ein Baum weist Fäuleschäden auf und ein weiterer ist von Pilzbefall betroffen.

Ziel der Stadt ist es, möglichst viele der Standorte erneut zu bepflanzen. Für die Nachpflanzung der Straßenbäume veranlasst die Verwaltung sogenannte Umlaufverfahren. Dabei prüfen unter anderem die Netzgesellschaft, der Stadtentwässerungsbetrieb und die Telekom die nahegelegenen Leitungstrassen und ihren Abstand zum Baumstandort. Ebenso sind notwendige Abstände zu den Verkehrsanlagen sowie brandschutztechnische Belange zu beachten.

Seit 2020 sind die Pflanzungen in Düsseldorf mit rund 1.500 Bäumen jährlich auf einem hohen Niveau. Trotz zusätzlicher Herausforderungen – wie laufender Kampfmittelabfragen – hält die Stadt an ihrem Ziel fest, noch bis zum Ende der laufenden Pflanzsaison 1.500 Bäume in den Boden zu bringen.

Dazu gehören 400 Nachpflanzungen von Straßenbäumen, 120 Pflanzungen im Rahmen des Stadtbaumkonzeptes, 220 Bäume in Parkanlagen, 225 Bäume auf Privatgrundstücken im Rahmen der Aktion „Dein Baum“ und 60 Bäume, die im Rahmen von Bauprojekten ihren Platz finden sollen. Zudem sind 50 Schattenbäume auf Kinderspielplätzen vorgesehen, 325 Bäume auf Friedhöfen und 100 Bäume im Umfeld von Sportanlagen. Hinzu kommen rund 20.000 Setzlinge im Stadtwald.

xity.de
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