Düsseldorf – Die Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt hatte gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf unter dem Leitsatz „Jeder Mensch hat einen Namen“ zu dem Gedenken eingeladen. Zahlreiche Düsseldorferinnen und Düsseldorfer waren der Einladung gefolgt.
Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sprach ein Grußwort und las einen Teil der Namen vor: „Die Menschen, derer wir heute gedenken, waren Düsseldorferinnen und Düsseldorfer. Es waren Menschen wie Sie und ich, wie Du und ich. Es waren Menschen, die hier in Düsseldorf zu Hause waren. Die Spuren in Düsseldorf hinterließen. Die sich für die Stadtgesellschaft einsetzten. Die ihre Heimatstadt Düsseldorf liebten.“ Der Oberbürgermeister weiter: „Die Menschen, deren Namen wir heute hören, sind nicht vergessen. Es steht in unserer Verantwortung, der damals verfolgten, entrechteten und umgekommenen Düsseldorferinnen und Düsseldorfer zu gedenken – das tun wir in jedem Jahr, das tun wir heute, mitten in der Heimatstadt dieser Menschen, mitten in unserer Heimatstadt Düsseldorf.“
In Israel ist Jom HaShoah ein nationaler Gedenktag, an dem öffentlich der sechs Millionen ermordeter Juden der Shoah gedacht wird. So auch in Düsseldorf: Jedes Jahr lesen Schülerinnen und Schüler, aber auch Politikerinnen und Politiker sowie Bürgerinnen und Bürger die einzelnen Namen der Düsseldorfer Holocaust-Opfer öffentlich vor. Die Namensliste mit 2.633 Namen basiert auf den historischen Forschungen der Mahn- und Gedenkstätte.




