Trio E.T.A. spielt in der Jakobikirche in Lippstadt

Am Sonntag, 19. April 2026, stehen die drei Initialen des E.T.A. Klaviertrios in Lippstadt im Mittelpunkt.

Lippstadt – Elene Meipariani (Violine), Nadja Reich (Violoncello) und Till Hoffmann (Klavier) gründeten ihr Ensemble 2019. Bereits 2021 wurde das Trio mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs ausgezeichnet, hinzu kamen der Sonderpreis des Rotary-Clubs Bonn und der Preis der Freunde junger Musiker Deutschland. Seither ist das Ensemble auf bedeutenden Podien präsent und wird von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert.

Am Beginn steht Carl Philipp Emanuel Bachs Trio F-Dur Wq. 91 Nr. 3 aus dem Jahr 1776, also Musik an einer historischen Schwelle. Der repräsentative Gestus des Barock ist bereits abgestreift; stattdessen spricht der Empfindsame Stil: plötzliche harmonische Wendungen, Generalpausen, improvisatorisch wirkende Einfälle. Musik wird zum Gespräch. C.P.E. Bachs helles, gelegentlich sogar kapriziös F-Dur ist dabei eine Tonart im Aufbruch. Gut ein halbes Jahrhundert später hat sich das musikalische Koordinatensystem verschoben. Im Klaviertrio Nr. 2 op. 80 behandelt Schumann die drei Instrumente als gleichberechtigte Partner und verbindet sie in leidenschaftlicher Dramatik und inniger Lyrik. Doch selbst im scheinbar heiteren F-Dur liegt bei Schumann stets ein Moment der Unruhe. Seine Tonart ist kein Experimentierfeld mehr wie bei C. P. E. Bach, sondern ein individueller Empfindungsraum, der im Augenwinkel den Abgrund wähnt. In seinem großen Klaviertrio Es-Dur op. 100 verwandelt Franz Schubert persönliche Sehnsuchtsstimmungen in Klang, und verbindet dabei kammermusikalische Feinheit mit sinfonischer Größe. Gleichzeitig findet Schuberts Schaffenskraft in seinen unzähligen Liedern für Gesang und Klavier in der lyrischen Schönheit dieses viersätzigen Werks seinen besonderen Ausdruck. Das Es-Dur Trio zählt zu den Höhepunkten seines kammermusikalischen Schaffens.

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