Münster – Das Stück stammt aus einer münsterschen Werkstatt des Glocken- und Geschützgießers Antonius van der Borch und ist ab sofort in Kabinett 8 der Schausammlung zu sehen. Von der Werkstatt sind bislang nur drei weitere Bronzemörser bekannt.
Der 1551 datierte Mörser trägt eine niederdeutsche Inschrift, die übersetzt „Gott hab Dank für seine Gnade“ lautet. Der aus Utrecht stammende Antonius van der Borch war nachweislich von etwa 1546 bis 1555 in Münster tätig. Neben Glocken und Geschützen fertigte seine Werkstatt auch hochwertige Haushaltsgegenstände für wohlhabende Bürger.
Mörser dieser Art waren im 16. und 17. Jahrhundert aufwendig gefertigte Einzelstücke. Sie wurden zum Zerkleinern von Gewürzen, Nüssen, Samen und anderen Lebensmitteln oder Medikamenten verwendet und häufig mit Bibelzitaten, Sinnsprüchen oder den Namen ihrer Auftraggeber verziert. Der Mörser ergänzt die Sammlung des Stadtmuseums um ein weiteres Zeugnis der münsterschen Handwerksgeschichte des 16. Jahrhunderts.




