Neue Werkstattreihe „Münster macht Kultur“ startet

Die Stadt Münster startet am 12. September 2026 die neue Werkstattreihe „Münster macht Kultur – mit jungen Menschen“.

Münster – Das Angebot richtet sich an Menschen, die Kinder und Jugendliche begleiten, fördern und unterstützen – etwa in Kitas, Schulen, im Ganztag, in der Kinder- und Jugendarbeit oder in Vereinen. Ziel ist es, gemeinsam mit Kulturschaffenden in allen Stadtteilen Kunst- und Kulturerlebnisse im Alltag zu ermöglichen.

„Kulturelle Teilhabe beginnt im Lebensumfeld der Kinder und Jugendlichen. Mit den Werkstätten möchten wir daher die Zusammenarbeit vor Ort stärken und Menschen unterstützen, neue Möglichkeiten für kulturelle Bildung in den Stadtteilen zu schaffen“, sagt Cornelia Wilkens, Dezernentin für Kultur und Soziales der Stadt Münster.

Die sechs Werkstätten finden an vier Stadtteilkulturorten statt: im Begegnungszentrum und Theater an der Meerwiese in Coerde, im Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus, im Bennohaus im Ostviertel sowie im Torhaus des Stadtheimatbundes in Münster-Mitte. Das Konzept wurde vom Kulturamt Münster gemeinsam mit weiteren Fachämtern sowie Partnerinnen und Partnern aus Kultur, Bildung, Sozialem und Gemeinwesen entwickelt.

Stadtteile als kulturelle Erfahrungsräume

Das Werkstattprogramm baut auf Erkenntnissen aus der kontinuierlichen Evaluation des kommunalen Gesamtkonzepts Kulturelle Bildung auf. Diese zeigt, dass die kulturelle Teilhabe junger Menschen weiterhin deutlich von den Bedingungen beeinflusst wird, unter denen unter denen Kinder und Jugendliche aufwachsen. Im Mittelpunkt der Werkstätten steht deshalb die Frage, wie Stadtteile zu kulturellen Erfahrungsräumen werden können – als Bühne, Atelier, Podcaststudio, Schreibwerkstatt oder Kulturlabor.

„Kulturelle Bildung beginnt dort, wo junge Menschen neugierig werden, Fragen stellen, sich schöpferisch ausdrücken oder ihre Lebenswelt mit neuen Augen entdecken“, sagt Frauke Schnell, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Münster. „Wir möchten diejenigen zusammenbringen, die Kindern und Jugendlichen solche Zugänge eröffnen können. Denn wenn der Funke im Alltag überspringt, eröffnen sich viele Zugänge zu Tanz, Theater, Bildender Kunst, Film und vielem mehr.“

Vier Orte, sechs Werkstätten

Am 12. September startet die Reihe im Bennohaus mit dem „Common:Lab“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine „Kultur für alle“ aus dem Stadtteil für den Stadtteil entstehen kann. Weitere Werkstätten im Bennohaus machen den Stadtraum unter anderem zum Podcaststudio, Drehbuch-Ort, Filmset, Hörbuchlabor und Fotoatelier.

Wie Tanz und Theater aktiv Gemeinschaft stiften und Bewegung im Stadtteil erzeugen, zeigt die Werkstatt am Begegnungszentrum und Theater an der Meerwiese in Münster-Coerde. Das Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus macht die Welt vor der Haustür zum „Frei.Raum. Atelier“. Die „Stadt:Welt:Heimat:Werkstatt“ am Torhaus des Stadtheimatbundes lädt dazu ein, Stadtteile durch gemeinsames Erkunden neu zu entdecken und lokale sowie globale Geschichte(n) sichtbar zu machen.

Infos zum Werkstattprogramm, den Stadtteilkulturorten sowie zu den Anmeldemöglichkeiten finden Interessierte auf der Website des Kulturamtes unter www.stadt-muenster.de/kulturamt/muenster-macht-kultur.

Hintergrund: Kommunales Gesamtkonzept Kulturelle Bildung

Für das Konzept „Münster macht Kultur“ erhielt die Stadt Münster im Januar den Sonderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Münster verfolgt den Ansatz des Kommunalen Gesamtkonzepts Kulturelle Bildung bereits seit 2008. Ziel ist es, Netzwerke aus Kultur, Bildung und Sozialem zu verbinden und Kindern und Jugendlichen Zugänge zu Kunst und Kultur zu eröffnen.

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