Kreis Viersen stärkt migrations- und kultursensiblen Kinderschutz

Der Kreis Viersen hat mit dem Fachtag „Migrations- und kultursensibler Kinderschutz“ am Dienstag, 10. Februar 2026, ein deutliches Zeichen für einen diskriminierungssensiblen und inklusiven Kinderschutz gesetzt.

Viersen – Die Veranstaltung hat im Kreishaus Viersen stattgefunden und sich an pädagogische Fachkräfte aus Schulen, Offenen Ganztagsschulen, der Schulsozialarbeit sowie an weitere, im Kinderschutz tätige Akteurinnen und Akteure im Kreisgebiet gerichtet. Ziel ist es, Kinder, unabhängig von Herkunft und Lebensgeschichte, wirksam zu schützen und ihr Wohl gemeinsam mit den Familien nachhaltig in den Blick zu nehmen. Daher hat der Fachtag dazu gedient, pädagogische Fachkräfte in ihrer verantwortungsvollen Arbeit zu stärken und ihre Handlungssicherheit im Umgang mit kultureller Vielfalt zu fördern.

Anlass für den Fachtag war der in Netzwerktreffen des Kommunalen Integrationszentrums Viersen geäußerte Bedarf nach praxisnahen Qualifizierungsangeboten zum Thema Kinderschutz in Bildungseinrichtungen. In Kooperation mit dem Netzwerk für interdisziplinären Kinderschutz (NiK) hat der Kreis Viersen fachliche Expertise und interkulturelle Perspektiven gebündelt, um den besonderen Herausforderungen im Umgang mit Kindern aus Familien mit internationaler Geschichte gerecht zu werden.

Den fachlichen Auftakt hat ein Impulsvortrag von Professorin Dr. Birgit Jagusch von der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften am Institut für Migration und Diversität der TH Köln gegeben. In ihrem Vortrag zum Thema „Diskriminierungssensibler Blick auf Kinderschutz“ hat sie strukturelle Diskriminierungsmechanismen im pädagogischen Alltag erläutert.

Im Anschluss haben praxisorientierte Workshops die zentralen Themen des Fachtags vertieft. Professorin Dr. Jagusch hat einen Workshop zur Reflexion von Diskriminierungserfahrungen im Schulalltag geleitet, in dem die Teilnehmenden eigene Erfahrungen ausgetauscht und gemeinsam Ansätze zum Abbau von Rassismus und Diskriminierung auf struktureller Ebene entwickelt haben.

Der Workshop „Diversitätssensible Erziehung“, moderiert von Naziye Najar, interkulturelle Beraterin der Stadt Duisburg, hat unterschiedliche Erziehungsstile sowie den Einfluss von Geschlechterrollen, Machtstrukturen und sozialen Normen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beleuchtet. Dabei ist der Zusammenhang zwischen Erziehungsvorstellungen und migrations- sowie kultursensiblem Kinderschutz herausgearbeitet worden.

Im dritten Workshop „Kultursensible Familienberatung“, durchgeführt vom Team Wegweiser Mönchengladbach, hat die gelingende Zusammenarbeit mit Eltern mit internationaler Familiengeschichte im Mittelpunkt gestanden.

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