Soest – Zu Gast auf Europas größter Altstadtkirmes sind auch in diesem Jahr dann einmal mehr rund 300 Schausteller, darunter ganze elf Fahr- und Belustigungsgeschäfte, die zum ersten Mal Halt in der alten Hansestadt machen. Die Mischung aus Action und Familienfreundlichkeit, Hightech und jahrhundertealter Tradition inmitten der beeindruckenden Kulisse des „weltweit einmaligen Grünsandstein-Ensembles Altstadt Soest“ ist es, die den ganz besonderen Reiz dieser Veranstaltung ausmacht.
Auf dem Veranstaltungs-Plakat, das ab sofort offiziell für die inzwischen 688. Soester Allerheiligenkirmes wirbt, hält es das Jägerken vor lauter Vorfreude schon jetzt nicht mehr am Boden und es dreht schon einmal fröhlich den Soester Schlüssel schwenkend eine „Probe-Runde“ im Wellenflieger durch den Soester Kirmes-Nachthimmel.
Schließlich schlägt das Herz vieler Soester und zahlreicher Fans aus Nah und Fern einfach im Kirmes-Rhythmus und spätestens im Oktober fängt es wieder an zu kribbeln… Dann gibt’s einfach kein Halten mehr – es werden in freudiger Erwartung die Tage gezählt und die ersten Verabredungen und persönliche Vorbereitungen für die „größte, schönste, originellste und wunderbarste“ Altstadtkirmes ganz Europas getroffen. Und dazu gehört ein Utensil natürlich unbedingt dazu: Der aktuelle Kirmesplan.
Dieser ist ab sofort öffentlich einsehbar und beinhaltet ganze elf Fahr- und Belustigungsgeschäften, die zum ersten Mal in Soest Halt machen, 13 Angebote speziell für Kinder, angesagten Thrillrides für Erwachsene, einigen echten Superlative, einen Hauch Nostalgie sowie gern gesehenen „guten alten Bekannten“ für die ganze Familie.
Zu den Fahrgeschäften, die zum ersten Mal auf der Allerheiligenkirmes dabei sind, zählt zum Beispiel die Überkopf-Schaukel Avenger Royal, die mit ihrer Gestaltung und Fahrweise auf dem nördlichen Petrikirchhof nicht nur Marvel-Fans begeistern dürfte. Wer rasante Überkopf-Fahrten und ordentlich Action mag, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Bis zu 12 „flugwillige Superhelden“ gleichzeitig erleben im Avenger Royal nämlich eine Fahrt mit zahlreichen Drehungen, bei der es auf rund 24 Metern Flughöhe zum Überschlag kommt.
Ebenfalls neu und nichts für schwache Nerven ist das Mythos, das seinen Platz auf dem Bahnhofsvorplatz finden wird. Bei diesem Heavy Rotation-Fahrgeschäft drehen sich die zehn Gondeln nicht nur im Kreis: Der rotierende Arm der überdimensionalen Bratpfanne bringt sie erst ordentlich in Schwung und lässt sie sich dabei dann sogar überschlagen. In bis zu 18 Metern Höhe geht es bei der rasanten Fahrt kopfüber durch die frische Kirmes-Luft.
Jede Menge Kirmes-Spaß für sanftere Gemüter versprechen die beiden neuen Laufgeschäfte Big Bamboo und Poco Loco. Während bei ersterem auf dem Kohlbrink kein Auge – und manchmal auch der ein oder andere Fuß – trocken bleibt, lockt das zweite in der Marktstraße mit einem interaktiven Konzept. Wer sich ins Innere des mexikanischen Dorfes begibt, wird zunächst einmal herzlich empfangen – und dann geht der Spaß so richtig los… Da gilt es nämlich nicht nur, aus dem großen Glas-Labyrinth wieder rauszufinden, sondern dabei per App gleichzeitig auch noch Punkte zu sammeln. Und je mehr Punkte am Ende zusammengekommen sind, desto größer fällt der Gewinn aus.
Wer Lust auf Bewegung, Spaß und ein bisschen Herausforderung hat, ist auch im Laufgeschäft Spaßstadel in der Wiesenstraße bestens aufgehoben. Das macht ebenfalls zum ersten Mal Station auf der Soester Allerheiligenkirmes und verspricht auf drei Etagen eine bunte Welt voller lustiger Hindernisse und überraschender Elemente.
Ein ganz besonderer „Blickfang“ empfängt die Gäste der 688. Soester Allerheiligenkirmes direkt schon beim Verlassen des Bahnhofsgebäudes. Hier wird mit dem Eyecatcher in diesem Jahr nämlich das Riesenrad stehen. Eine gemütliche Riesendrad-Fahrt gemeinsam mit der ganzen Familie gehört zu einem Kirmesbesuch für viele unbedingt dazu. Und mal ehrlich – gibt es etwas schöneres, als das bunt beleuchtete Kirmes-Gelände aus 55 Metern Höhe zu Füßen liegen zu haben? Dieses Erlebnis ist im Eyecatcher übrigens für alle Kirmes-Besucherinnen und -Besucher möglich, denn jede der insgesamt 42 geschlossenen Gondeln ist barrierefrei ausgestattet. Und sogar eine eigene speziell für Kleinkinder ausgestattete Gondel gibt es.
Mit gut 14 Metern nicht ganz so hoch hinaus geht es beim nächsten Allerheiligenkirmes-Debütanten Ballon Voyage in der Wiesenstraße nahe des Großen Teichs. Bei den kleinen Kirmes-Besuchern dürfte dieses nostalgisch anmutende Ballon-Karussell dank seiner sanften Fahrweise aber sicher schnell zu den „ganz großen Lieblingen“ gehören. Das Ballon Voyage steht stellvertretend für 12 weitere Attraktionen speziell für Kinder.
Das Zeug zu neuen Lieblings-Karussells bei den Größeren dagegen haben die Neuheiten Soundwave und Shock Wave. Während das erste in gemäßigter Fahrt auf und ab hüpft, baut das zweite schon einiges mehr an Tempo auf und spielt mit Dreheffekten und der Fliehkraft.
Zunächst einmal mit seinem ungewöhnlichen Namen fällt die zehnte Neuheit Tiki-Taki auf dem Kirmesplan auf. Aber auch auf dem Kirmesgelände am Brüdertor wird das rund 50 Meter hohe Riesen-Pendel schon aufgrund seiner schieren Größe nicht lange unentdeckt bleiben. Der Name Tiki-Taki leitet sich von dem Geräusch ab, das ein Uhren-Pendel macht. Und wer den ultimativen Nervenkitzel sucht, sollte sich eine Fahrt in dieser Mega- Schaukel auf keinen Fall entgehen lassen. Mit einer Geschwindigkeit von rund 130 km/h erreicht der Gondel-Arm einen Winkel von bis zu 120 Grad. Das heißt, bis kurz vor Kopfstand, ohne sich dabei jedoch zu überschlagen. Oben angekommen wartet für einen kurzen Moment das Gefühl der völligen Schwerelosigkeit, bevor das Pendel wieder in die andere Richtung schwingt und eine Beschleunigung von bis zu 4 G erneut für jede Menge Adrenalinausschüttung sorgt.
Das letzte Fahrgeschäft im Reigen der Allerheiligenkirmes-Neulinge ist dann schließlich der fast 30 Meter hohe Punk Flasher auf dem Markt. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 145 km/h befördert dieser spektakuläre Riesen-Propeller seine Fahrgäste in insgesamt vier Gondeln in den Kirmes-Himmel. Im Zusammenhang mit seinem Namen liest man immer wieder mal den Superlativ „schnellstes Karussell Europas“.
Fast ebenso alt wie die Menschheit – mindestens aber so alt wie die Geschichte von Kirmes-Veranstaltungen – ist wohl der Traum vom Fliegen. Von oben oder aus einer anderen Perspektive betrachtet, sieht die Kirmes-Welt schließlich noch einmal ganz anders aus. Wer hoch hinaus (und in einigen Fällen auch rasant wieder runter) möchte, findet dazu auch auf der 688. Allerheiligenkirmes einmal mehr reichlich Gelegenheit:
Hoch hinaus geht es zum Beispiel mit Hangover – The Tower auf dem Parkplatz Am Großen Teichs. In 85 Metern Höhe dreht sich die Gondel in alle vier Himmelsrichtungen und eröffnet einen besonderen Blick über das Kirmesgelände. Doch lange bleibt keine Zeit, die Aussicht zu genießen. Denn nach dem Höhenflug geht es mit 90 km/h zurück Richtung Boden. Verschiedene Fahrvarianten und der freie Fall aus halber Höhe sorgen dabei für zusätzlichen Nervenkitzel.
Mit 71 Metern nur unwesentlich niedriger ist der Aussichtsturm Look 360°, der seinen Platz wie im letzten Jahr auf dem Petrikirchhof Süd findet. Hierbei handelt es sich um den höchsten mobilen Skylift der Welt. Unabhängig voneinander fahren an seinen Türmen vier Panorama-Gondeln sanft in den Kirmes-Himmel. Um allen „Fluggästen“ einen uneingeschränkten 360°-Rundumblick bieten zu können, drehen sich die Gondeln dabei langsam aber stetig auf ihren kurzen Ausleger-Armen um die eigene Achse. Aufgrund der angenehmen Fahrweise kann hier die ganze Familie „abheben“ und die Welt einmal von oben betrachten.
Zu den „Kirmes-Rückkehrern“ zählt in diesem Jahr außerdem der ebenfalls kaum zu übersehende, 80 Meter hohe Riesenkettenflieger Jules Verne Tower. Hierbei handelt es sich um einen der höchsten mobilen und voll thematisierten Riesen-Kettenflieger der Welt. Und auch The Beast Hulk vs. Thanos konnte sich im vergangenen Jahr unter den Thrillride-Fans bereits eine eigene Fan-Gemeinde schaffen.
Eingefleischte Fans werden sich vielleicht noch erinnern, dass sich hinter dem Großen Teich schon einmal ein beeindruckendes Alpen-Panorama auftat. Jetzt ist die Achterbahn Heidi The Coaster zurück und entführt ihre Fahrgäste in die Gipfel und Täler der bayerischen Bergwelt. Dabei machen die frei drehenden Vierer-Gondeln besonders Spaß, denn es sitzt sich wie auf urigen Wirtshausstühlen. Aber die bayerische Gemütlichkeit ist nur von kurzer Dauer. Sobald sich der Coaster in Bewegung setzt, schnellt die Gondel nämlich dank Powerlift in 13 Meter Höhe, bevor es mit viel Juchee auf die kurvige Piste geht…
Ebenfalls nicht ganz unbekannt in Soest ist die zweigeschossige Geisterbahn Fahrt zur Hölle. Seit sie aber das letzte Mal zu Gast war, ist sie mehrfach überarbeitet worden und kehrt nun unter dem Namen Fahrt zur Hölle 2.0 in neuem Gewand zurück. Wenn einem jemand „Fahr zur Hölle!“ wünscht, freut man sich normalerweise nicht unbedingt auf die Reise. Das sieht in diesem speziellen Fall aber ganz anders aus: Denn hier wartet dabei eine schaurig-schöne Welt voller unheimlicher Gestalten, überraschender Effekte und gruseliger Begegnungen. Hinter jeder Ecke kann die nächste Überraschung lauern und sorgt dafür, dass es garantiert nicht langweilig wird.
Wem das zu gruselig ist und wer lieber zu Fuß unterwegs ist, als sich in eine Gondel zu setzen, der kann sich im Havanna in der Dominikanerstraße auf einen spaßigen Kurztrip nach Kuba begeben oder im Aqua Velis auf dem Domplatz zu einem Unterwasser-Abenteuer abtauchen.
Und dann wären da natürlich noch unsere „guten alten Bekannten“ wie Big Wave, das Big Monster, der Super Hupferl, Intoxx, Shake & Roll, Hexentanz, sowie die Autoscooter Highway No. 1 und Autoscooter Nummer 1, die in all den Jahren insgesamt schon so oft in Soest zu Gast waren, dass es sich fast schon wie „Familientreffen“ anfühlt.
Last but not least darf auf einer Kirmes, die schon seit deutlich mehr als 650 Jahre gefeiert wird, natürlich auch eine gute Portion Nostalgie nicht fehlen. Dafür sorgen einmal mehr absolute Jahrmarkt-Klassiker wie das Antik Pferdekarussell mit seiner historischen Kirmesorgel auf dem Hansaplatz, die Petersburger Schlittenfahrt, die nostalgische Käfigschaukel Looping the Loop in der Nötten-Brüder-Wallstraße und der Musik Express auf dem Markt. Potts Historischer Jahrmarkt auf dem Ressourcen-Parkplatz bietet darüber hinaus einmal mehr einen lebendigen Eindruck, wie die Allerheiligenkirmes anno dazumal wohl ausgesehen haben könnte. Und wenn sich das Jägerken auf dem Veranstaltungs-Plakat diesmal schon die Ehre gibt, darf natürlich auch der Wellenflieger auf dem Domplatz nicht fehlen.
Eröffnung der 688. Allerheiligenkirmes auf dem Kohlbrink mit Jäger-Jubiläum
Neu ist in diesem Jahr weder der Ort, noch das Fahrgeschäft, an dem Bürgermeister Marcus Schiffer am Kirmes-Mittwoch, dem 4. November, um 14.00 Uhr mit der symbolischen Übergabe des Soester Stadtschlüssels an die Schausteller die 688. Soester Allerheiligenkirmes offiziell eröffnen wird. Auf dem Kohlbrink hat schließlich schon die ein oder andere Eröffnung stattgefunden und auch die Riesenschaukel Nessy gehört zu den gern gesehenen alten Bekannten in Soest. In Kombination gab es beides allerdings noch nicht. Denn auf dem Kohlbrink stand Nessy bisher noch nie und auf ihrer Plattforma fand bislang auch noch keine Eröffnung statt. Dafür wird es neben der Eröffnungsveranstaltung dann gleich aber noch ein weiteres historisches Event geben: In diesem Jahr wird im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung nämlich auch ganz offiziell das inzwischen 50. Jägerken von Soest vorgestellt. Wenn dieses Jubiläum kein zusätzlicher Grund zu feiern ist… Der Name des Jubiläums-Jägerkens ist bis dato allerdings noch unbekannt.




