„Woche der Wiederbelebung“ im Kreis Borken

Auf schnelles Handeln in Notsituationen macht die bundesweite „Woche der Wiederbelebung“ vom 21. bis 27. September 2026 aufmerksam.

Kreis Borken – Auch der Kreis Borken beteiligt sich an der Aktionswoche und stellt dabei zwei wichtige Bausteine der lokalen Rettungskette in den Mittelpunkt: die Ersthelfer-App „Corhelper“ und die AED-Datenbank des Kreises.

„Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Jeder und jede kann helfen – eine medizinische Ausbildung ist dafür nicht notwendig“, betont Landrat Dr. Kai Zwicker. „Mit Corhelper und der AED-Datenbank haben wir im Kreis Borken zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sinnvoll zu überbrücken.“

Ein besonderer Termin während der Aktionswoche ist der Probealarm für alle registrierten Corhelper am Freitag, 25. September 2026, um 11 Uhr. Damit soll die Alarmierungskette getestet und sichergestellt werden, dass die technischen Abläufe funktionieren. In der Ersthelfer-App „Corhelper“ sind inzwischen mehr als 1.300 qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer im Kreis Borken registriert. Sie können bei einem gemeldeten Herz-Kreislauf-Stillstand in ihrer Nähe alarmiert werden und bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe leisten. Corhelper sind dabei Helferinnen und Helfer in Zivil. Sie sind in ihrer Freizeit unterwegs und tragen keine besondere Einsatzkleidung. Wenn eine unbekannte Person im Notfall zu Hilfe kommt, muss das deshalb niemanden verunsichern oder erschrecken. Hinter der Hilfe kann ein alarmierter Corhelper stehen, der schnell und unkompliziert Unterstützung leisten möchte.

„Der Probealarm dient ausschließlich dazu, die Alarmierungskette zu überprüfen. Es handelt sich ausdrücklich nicht um einen echten Notfall“, erklärt Philipp Elting, Fachabteilungsleiter Rettungsdienst des Kreises Borken. „Für die registrierten Corhelper bedeutet das: Bitte nicht zum Einsatzort fahren. Es muss niemand ausrücken.“

Viele Informationen rund um die Ersthelfer-App, zu den erforderlichen Qualifikationen und zur Registrierung gibt es auf der Internetseite www.kreis-borken.de/ersthelferapp.

Wer sich bei Erster Hilfe noch unsicher fühlt, kann sich gezielt vorbereiten. Die Hilfsorganisationen bieten regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an. Dort können Interessierte wichtige Handgriffe erlernen und Sicherheit für Situationen gewinnen, in denen schnelle Hilfe gefragt ist. „Es lohnt sich, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen. Wer im Notfall weiß, was zu tun ist und sich traut zu helfen, leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft“, so Philipp Elting.

Ergänzend dazu wird von der Fachabteilung Rettungsdienst des Kreises Borken eine AED-Datenbank gepflegt. Dort werden Informationen zu Standorten und weitere Eckdaten – zum Beispiel die genaue Adresse, die Platzierung am oder im Gebäude sowie die Verfügbarkeit – bereitgestellt. Diese Datenbank ist in einer interaktiven Karte als GeoDatenAtlas auf der Internetseite des Kreises Borken unter www.kreis-borken.de/defibrillatoren zu finden. Die Fachabteilung Rettungsdienst des Kreises Borken bittet in diesem Zusammenhang darum, AED, die in Firmen, Gebäuden oder an anderen frei zugänglichen Orten angebracht sind, in der AED-Datenbank des Kreises Borken zu registrieren.

„Wer einen AED neu anschafft, sollte möglichst darauf achten, dass dieser rund um die Uhr zugänglich ist. Durch eine Anbringung im Außenbereich kann ein AED im Notfall von deutlich mehr Menschen genutzt werden und so seinen größtmöglichen Nutzen entfalten“, erläutert Hanna Bauch von der Fachabteilung Rettungsdienst.

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