Neues Prinzenpaar im Krefelder Rathaus vorgestellt

Frank I. (Knitt) und Barbara I. (Knitt) sind Krefelds Prinzenpaar für die nächste Session.

Krefeld – Dass Krefelds nächster Karnevalsprinz Frank I. heißt, bedeutet nicht, dass der Oberbürgermeister nun auch zum jecken Stadtoberhaupt wird. Frank (Meyer) und Frank (Knitt) kennen sich zwar seit dem Sandkasten, aber der gleiche Vorname ist nur Zufall. „Für mich persönlich ist es etwas ganz Besonderes, dieses Prinzenpaar vorzustellen – nicht nur, weil ich den Prinzen seit 50 Jahren kenne und wir eine Leidenschaft fürs Schallplattensammeln teilen“, betonte Frank Meyer bei der offiziellen Präsentation Seiner Tollität Frank I. und Ihrer Lieblichkeit Barbara I. am Dienstag im Rathaus. „Ich bin auch überzeugt, dass der Krefelder Karneval mit den beiden sehr gut aufgestellt ist. Sie werden der verantwortungsvollen Aufgabe in der neuen Session sicher gerecht werden.“

Bei Spaghetti-Essen wurden die Fäden gezogen

Handverlesen wurde das neue Prinzenpaar vom Comitee Crefelder Carneval (CCC). Dessen Vorsitzender Peter Bossers erklärte: „Wir sind froh, dass wir nach 2012 wieder ein Prinzenpaar aus dem Kreis der Mösche Männekes haben, die im nächsten Jahr ihren 75. Geburtstag feiern. Deshalb waren sie mal wieder dran. Wir haben das miteinander geklärt und waren dann zusammen Spaghetti essen.“ So wurden karnevalistisch wie kulinarisch die richtigen Fäden gezogen.

Neben dem Jubiläum der GKG Mösche Männekes, die durch ihren eigenen jecken Schlachtruf „Piep-Piep“ bekannt sind, hat auch das Prinzenpaar im kommenden Jahr Gründe zu feiern. „Ich werde 60 Jahre alt, meine Frau Barbara wird 50“, erzählte der Prinz, der in Krefeld geboren, in Oppum aufgewachsen, in Bockum und Uerdingen zur Schule gegangen und in Linn sesshaft geworden ist. Das macht den Diplom-Ingenieur für Chemie zum Rundum-Krefelder, der bei den Mösche-Männekes lange als Geschäftsführer tätig war und außerdem Mitglied der Prinzengarde und der Kempener Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Kemperlings ist.

Genau dort trainiert seine Frau Barbara heute die Garde. Geboren in Unna und aufgewachsen in Fischeln, war sie schon mit zwölf Jahren selbst als Tanzmariechen aktiv, beim inzwischen aufgelösten Tanzcorps Grün-Weiß-Grün. „Der Wunsch einmal selbst Prinzessin zu werden, war immer da“, sagte sie. „Mal laut und mal leise.“ Ihr Mann hat offenbar genau zugehört und ihr den Wunsch erfüllt: „Wer ein Tanzmariechen heiratet, weiß, wohin die Reise geht“, erklärte er lachend. Kennengelernt haben sich beide, als er Kunde und sie Verkäuferin im Lichthaus August Frank war. „Ich habe ihn damals erleuchtet“, so die künftige Prinzessin. Mit dem Brauchtum haben beide hinreichend Erfahrung: Insgesamt sieben Jahre waren sie beim Bockumer Schützenfest als Minister aktiv.

Alle zusammen sollen „mit Herz“ feiern

Für den Karneval haben sie sich das Motto „Alle zusammen mit Herz“ ausgedacht – und das nicht ohne Grund. „Unabhängig vom Alter, von der Herkunft und der Lebenslage: Alle sollen zusammen feiern“, betont das Prinzenpaar. „Jeder nach seiner Couleur, aber mit Herz und Respekt.“ Diese Haltung kommt auch im Spendenzweck zum Ausdruck: Gesammelt wird für den „Inklusionswagen“ der Mösche Männekes, der jedem Jeck einen buchstäblich einfachen Einstieg zur Teilnahme am Rosenmontagszug verschaffen soll.

„Alle zusammen“ – das gilt auch weiterhin für die Organisation des Krefelder Karnevals. Der Oberbürgermeister dankte dem CCC für den ehrenamtlichen Einsatz „für das große Ganze und die Hochämter des Krefelder Karnevals“. Und auch Peter Bossers betonte: „Brauchtum funktioniert nur, wenn Stadt und Vereine zusammenarbeiten. Einzelkämpfer bleiben auf der Strecke.“

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