Essen – Viele der mehr als 200.000 Essener Stadtbäume leiden unter Trockenstress und können ohne aktive Bewässerung, welche von Grün und Gruga, beauftragten Firmen und auch von der Bürgerschaft der Stadt Essen durchgeführt werden, nicht überleben. Deshalb hat Grün und Gruga die Wässerung in den letzten Jahren deutlich hochgefahren – gleichzeitig bittet die Stadt Essen die Bürger*innen die Bäume in ihrem Wohnumfeld vor der Haustür oder in Grünanlagen mit Wasser zu versorgen, denn auch in den kommenden Tagen sind keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten. Wer sich mit anderen Hilfsbereiten verbinden möchte, hat zudem die Möglichkeit, sich der Aktion der Giesskannenheldinnen*Gießkannenhelden (www.giesskannenhelden.de ) unter Federführung der Ehrensamtsagentur Essen anzuschließen. Unter „Baumbewässerung“ in Essen können Bürger:innen die Bäume finden, die besonders auf Hilfe angewiesen sind.
Und auch noch drei Tipps gibt Grün und Gruga zur Wässerung der Bäume:
- Zum Wässern entweder sauberes Leitungswasser oder im besten Fall aufgefangenes Regenwasser verwenden,
- vor oder nach den Stunden mit intensiver Sonneneinstrahlung gießen,
- und das Wasser im Baumbeet gleichmäßig verteilen.
Bewässerung mit moderner Technik und kommunalen Fahrzeugen
Damit alle Jungbäume und zahlreiche ältere Stadtbäume eine zusätzliche Wasserzufuhr erhalten, setzt Grün und Gruga dafür auch wieder aktuell große Kommunalfahrzeuge mit Wasserfässern und ferngesteuerten Düsen ein. Dies passiert möglichst in den frühen Morgenstunden oder Abendstunden, um Wasserverluste durch Verdunstung zu minimieren. Versorgt werden müssen insbesondere regelmäßig alle Jungbäume bis zum zehnten Standjahr und in besonders langen Dürrephasen auch ältere Straßenbäume an Extremstandorten, die zum Beispiel durch U-Bahn-Linien unterbaut sind. Bei jedem Bewässerungsgang werden pro Jungbaum 100 Liter Wasser ausgebracht. An Standorten ohne geeigneter Baumscheibe werden Bewässerungssäcke zur tröpfchenweisen Versickerung eingesetzt. Und auch Gehölze und Staudenflächen werden mit Hilfe von 2.000 Liter-Wassertanks gewässert.
Ergänzungspflanzungen im Wald wässern die Forstazubis – unterstützt von der Kreisjägerschaft und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald beispielsweise im Hochzeitswäldchen Schönebeck und an der Korte Klippe.
Mehrere hundert unterirdische Sensoren an den Stadtbaumstandorten ermitteln in Verbindung mit den lokalen Daten des Dürremonitors vom Leibniz-Institut, dem EU Satellitendienst Copernicus der Wetterstation Essen des DeutschenWetterdienstes (DWD) den objektiven Wässerungsbedarf. Beobachtungen der Fachleute von Grün und Gruga ergänzen und bestätigen die Notwendigkeit.
Ablauf der Baumbewässerung in den ersten zehn Jahren
In den ersten drei Standjahren werden die Bäume im Rahmen der sogenannten Anwuchspflege von den Unternehmen gewässert, die die Bäume gepflanzt haben. Anschließend wird bis zum zehnten Standjahr weitergewässert – ebenfalls von beauftragten GaLa-Bau-Unternehmen und Grün und Gruga selbst.




