Düsseldorf – Auch in diesem Jahr zeigte sich dieser saisonale Effekt. Nur wenige Agenturen für Arbeit im Land NRW verzeichneten einen stärkeren prozentualen Anstieg gegenüber dem Vormonat beim Zugang in die Arbeitslosigkeit aus einer Erwerbstätigkeit. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,4 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent.
Birgitta Kubsch-von Harten, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Düsseldorf, kommentiert die frisch eingetroffenen Arbeitsmarktzahlen: „Wie zu Jahresbeginn üblich, ist auch im Januar 2026 die Arbeitslosigkeit angestiegen. Mehr als 2.500 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer haben jüngst ihren Job verloren oder aufgegeben und haben sich bei uns arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig bedeutet das für die Unternehmen, dass viele topqualifizierte, sehr berufsnahe Fachkräfte auf dem Markt zur Verfügung stehen. Wir als Agentur für Arbeit unterstützen mit Beratung und Förderung, damit die Vermittlung schnell gelingt.“
Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Düsseldorf
29.310 Arbeitslose waren im Januar bei der Agentur für Arbeit Düsseldorf und im Jobcenter registriert, 1.248 Menschen mehr als im Dezember und 919 mehr als im Januar vor einem Jahr. Die Anzahl der arbeitslosen Frauen und Männer lag somit um 4,4 Prozent über der des Vormonats und um 3,2 Prozent über der des Vorjahresmonats. Dieser Anstieg im Monat Januar ist in etwa auf dem Niveau des Landesdurchschnitts NRW.
Die Arbeitslosenquote lag im Berichtsmonat Januar 2026 bei 8,1 Prozent. Zum Vormonat waren das 0,4 Prozentpunkte mehr. Im Januar vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote bei 8,0 Prozent.
Viele Kündigungen und Freisetzungen
Ein genauer Blick auf die Bewegungen am Arbeitsmarkt zeigt: Im Januar meldeten sich 2.540 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 1,0 Prozent mehr als vor einem Jahr im Januar und 46,7 Prozent mehr als im Vormonat. Dieser Anstieg war innerhalb des Landes NRW einer der höchsten Zugänge in die Arbeitslosigkeit aus einer Erwerbstätigkeit.
Der Arbeitsmarkt ist weiterhin aufnahmefähig
Durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten im Januar 1.461 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 6,1 Prozent mehr als im Januar 2025 und 1,1 Prozent weniger als im Dezember 2025.
Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit
10.616 Frauen und Männer gelten als langzeitarbeitslos, weil sie ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet sind. Im Vergleich zum Januar im Vorjahr ist das ein Plus von 8,1 Prozent. Langzeitarbeitslose sind somit die Personengruppe, die am stärksten gewachsen ist.
Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung und in der Grundsicherung
Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) werden von der Agentur für Arbeit ausgezahlt, die Leistungen der Grundsicherung (SGB II) hingegen vom Jobcenter. Aktuell erhalten 10.962 Personen Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III). Das sind 7,5 Prozent mehr als im Vormonat und 5,1 Prozent mehr als im Januar vor einem Jahr. Grundsicherung gemäß SGB II erhalten im aktuellen Berichtsmonat 18.348 arbeitslose Personen. Hier gab es einen Anstieg von 2,7 Prozent zum Vormonat sowie ein Plus von 2,2 Prozent zum Vorjahresmonat.
Gedämpfter Bedarf nach Arbeitskräften
Die Düsseldorfer Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur im Januar 788 neue Arbeitsstellen. Die Anzahl der neu gemeldeten Stellen lag somit um 2,3 Prozent über der Zahl des Vormonats und um 9,9 Prozent unter der des Vorjahresmonats.
Die Anzahl der Arbeitsstellen im Bestand sank im Vergleich zum Dezember 2025 um 0,9 Prozent auf 4.017. Im Vergleich zum Januar vor einem Jahr gab es einen Stellenrückgang von 19,8 Prozent.




