Pilotprojekt der Energiewende in Düsseldorf gestartet

Kooperation zwischen Stadt, Stadtwerken und IPM: Pilotprojekt der Energiewende an drei Düsseldorfer Kindertagesstätten und einer Schule.

Düsseldorf – Für das Erreichen der Düsseldorfer Klimaziele und die Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 haben die Landeshauptstadt Düsseldorf, die Stadtwerke Düsseldorf und die Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) gemeinsam ein Pilotprojekt zur Energiewende gestartet. Mit einer Kombination aus dem Einsatz von Photovoltaik und innovativer Energiedienstleistung werden drei Kindertagesstätten und eine Schule bereits jetzt zu Orten der Zukunft.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Das Pilotprojekt bildet einen wichtigen Baustein zur Klimaneutralität der Landeshauptstadt bis zum Jahr 2035. Mit den daraus gewonnenen Daten werden wir erstmals einen genauen Einblick in das Nutzungsverhalten und die Verbräuche in städtischen Einrichtungen erhalten, der uns dabei helfen wird, den Energieverbrauch zukünftig noch effizienter zu steuern. Gleichzeitig reduzieren wir durch den Einsatz der Photovoltaik-Anlagen schon jetzt die klimaschädlichen CO2-Emissionen. Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe und ich freue mich, die Stadtwerke Düsseldorf und die IPM an unserer Seite zu haben.“

Das Pilotprojekt ist auf zwei Jahre angelegt, in denen Erkenntnisse zu einer möglichen Standardisierung und zum Einsatz von Sensorik gewonnen werden sollen. Die Daten werden Aufschluss über Nutzungsverhalten und die Möglichkeiten von Effizienzsteigerungen geben und als Grundlage für Maßnahmen in weiteren städtischen Liegenschaften dienen. Darüber hinaus sollen im Rahmen des Pilotprojektes zukünftig auch die Kinder in den jeweiligen Kitas an das Thema Klimaschutz herangeführt werden, etwa durch Sensoren zum Messen der Luftqualität und mit einem Ampelsystem, das anzeigt, wann gelüftet werden muss. Außerdem soll eine regelmäßige spielerische Auswertung der erzeugten Strommenge stattfinden.

Am Pilotprojekt nehmen die Kindertagesstätte Marie-Curie-Straße in Gerresheim, die Kindertagesstätte Lünener Straße in Rath, die Kindertagesstätte im Nordkap.familie in Wittlaer sowie die Franz-Vaahsen-Schule am Grenzweg in Wittlaer teil. An der Kindertagesstätte Marie-Curie-Straße in Gerresheim steht im Rahmen des Projektes ausschließlich der Einsatz von Sensorik im Mittelpunkt.

Den Startschuss zur zweijährigen Laufzeit des Pilotprojektes gaben Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Dr. Charlotte Beissel, Vorständin der Stadtwerke Düsseldorf, und Michael Köhler, technischer Geschäftsführer der IPM, im Haus für Kinder, Jugendliche und Familien Nordkap.familie in Wittlaer. Dort versorgt nun eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 29 Kilowatt-Peak die Einrichtung mit grünem Strom.

Insgesamt kommen drei PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 160 Kilowatt-Peak zum Einsatz. Diese werden jährlich rund 140.000 Kilowattstunden Strom erzeugen und 59 Tonnen CO2 einsparen.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche: „Im Rahmen der Solaroffensive arbeitet die Stadt kontinuierlich daran, die Dächer der Schulen und Kitas im gesamten Stadtgebiet, überall da, wo es möglich ist, mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Insbesondere Standorte mit hervorragender Ausrichtung und sehr guter baulicher Substanz der Dächer, so wie an der Heinrich-Walbröhl-Straße, bieten das Potential für eine nachhaltige, klimafreundliche Stromerzeugung. Durch die Maßnahme sollen je Kindertagesstätte bis zu zwölf Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden.“

Dr. Charlotte Beissel, Vorständin der Stadtwerke Düsseldorf: „Dieses Projekt zeigt einmal mehr: Nur gemeinsam werden wir die Herausforderungen der Energiewende in unserer Stadt meistern können. Hier können wir als Stadtwerke Düsseldorf mit modernster Mess- und Sensortechnik die städtischen Einrichtungen beim nachhaltigen Umgang mit Ressourcen fit für die Zukunft machen. Und wenn wir als großes Energieunternehmen die Dekarbonisierung vorantreiben und einen Beitrag dazu leisten, dass Düsseldorf im Idealfall bereits 2035 Klimahauptstadt sein wird, dann profitieren davon in besonderem Maße diejenigen, die noch viele Jahrzehnte in unserer Stadt leben werden. Und das sind auch die Kinder, die heute eine dieser Einrichtungen besuchen.“

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