Düsseldorf – Durch den Einsatz der Künstlichen Intelligenz (KI) kann die Signalsteuerung zukünftig in Echtzeit auf die aktuellen Anforderungen der unterschiedlichen Verkehrsarten reagieren und auf den entsprechenden Abschnitten die Verkehrsabläufe optimieren. Dadurch sollen der Verkehrsfluss verbessert, Wartezeiten reduziert und die Pünktlichkeit von Bussen und Bahnen erhöht werden. Zudem sollen die Emissionen der Fahrzeuge durch einen gleichmäßigeren Verkehrsfluss gesenkt werden.
„Mit unserem Modellvorhaben ‚KI für eine Stadtverträgliche Signalsteuerung in Düsseldorf‘ testen wir erstmals in Düsseldorf den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Steuerung von Lichtsignalanlagen. So wollen wir den Straßenverkehr für alle flüssiger gestalten, Wartezeiten für Autofahrerinnen und Autofahrer reduzieren und gleichzeitig den ÖPNV sowie den Fuß- und Radverkehr stärken“, betont Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.
Das Modellvorhaben „KI für eine Stadtverträgliche Signalsteuerung in Düsseldorf“, kurz KISSiD, ist ein weiterer wichtiger Baustein für eine moderne und leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur in der Landeshauptstadt. Ab Mittwoch, 24. Juni 2026, beginnen die ersten Arbeiten zur Ampelumstellung entlang des Streckenzuges Wanheimer Straße.
An der Kreuzung Wanheimer Straße Ecke Volkardeyer Straße erfolgt an der Lichtsignalanlage unter anderem der Austausch der alten Steuergeräte. Dies kann jedoch nur ohne Strom erfolgen. Deswegen gibt es während der Modernisierungsarbeiten jeweils von voraussichtlich 6 bis 16 Uhr verkehrliche Einschränkungen an der Kreuzung: Es gilt Tempo 30, das Linksabbiegen ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich – Umleitungen sind ausgeschildert. Das Geradeausfahren und das Rechtsabbiegen bleiben möglich.
Weitere Arbeiten an den Ampelanlagen entlang des Streckenzuges Wanheimer Straße finden statt am:
- ab Mittwoch, 1. Juli, an der Wanheimer Straße Ecke Heltorfer Straße,
- ab Mittwoch, 8. Juli, an der Wanheimer Straße Ecke Frachtzentrum/Gewerbegebiet
- ab Mittwoch, 15. Juli, an der Wanheimer Straße Ecke Tiefenbroicher Weg und
- ab Mittwoch, 22. Juli, an der Wanheimer Straße Ecke Erschließungsstraße Kaufring-Nord. Dort müssen alle Abbiegebeziehungen gesperrt werden
Nach den Installationsarbeiten erfassen Wärmebildsensoren („ThermiCam AI“) auch unter widrigsten Wetterbedingungen laufend die Verkehrslage. Mit den erfassten Daten kann die Ampelsteuerung an den fünf Kreuzungen entlang des Streckenzuges Wanheimer Straße in Zukunft noch effektiver gesteuert werden. Gleichzeitig erfolgt mit den erfassten Verkehrsdaten die KI-Implementierung. Davon bekommen die Verkehrsteilnehmenden vorerst nichts mit, da dies im Hintergrund erfolgt. Später wird durch die Einführung einer übergeordneten sogenannten netzadaptiven Steuerungsebene die direkte Kommunikation der Lichtsignalanlagen untereinander ermöglicht.
Dadurch können die Ankunftszeiten von Bussen und Bahnen präziser prognostiziert und entsprechende Freigabezeiten angepasst werden. Gleichzeitig ermöglicht die KI-gestützte Kameradetektion die gezielte und frühzeitige Erfassung von Querungswünschen des Fuß- und Radverkehrs. Auch Fahrzeugpulks des motorisierten Individualverkehrs werden durch die Vernetzung der Anlagen erkannt und bedarfsgerecht über die jeweiligen Streckenabschnitte geführt. Die Inbetriebnahme der KI-Signalsteuerung entlang des Streckenzuges Wanheimer Straße ist für Herbst 2026 geplant.




