Düsseldorf – Mit der Kernsanierung des Verwaltungshochhauses an der Völklinger Straße bündelt das LKA seine Büroflächen auf einem Gelände. Eine neu errichtete Verbindungsbrücke verknüpft das revitalisierte Hochhaus mit dem bestehenden Gebäude und sorgt so für kurze Wege im Arbeitsalltag. Bauherr ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW), der das Hochhaus B1 umfassend modernisiert und dabei speziell auf das LKA zugeschnittene Räumlichkeiten mit modernen Arbeitsbedingungen geschaffen hat. Bei der Schlüsselübergabe machte sich Innenminister Herbert Reul gemeinsam mit dem Direktor des LKA Ingo Wünsch und der Geschäftsführerin des BLB NRW Gabriele Willems ein Bild von der gelungenen Sanierung.
NRW-Innenminister Herbert Reul: „In den Mauern von gestern, mit der Technik von heute, für die Fälle von morgen: Aus einem alten 70er Jahre-Hochhaus ist ein moderner Standort des Landeskriminalamts geworden. Das LKA ist die zentrale Behörde für die Bekämpfung von Kriminalität in Nordrhein-Westfalen. Dafür braucht es das beste Arbeitsumfeld mit moderner Technik, kurzen Wegen und starken Teams. Mit dem B1 wächst wieder zusammen, was zusammengehört. Rund 440 Beschäftigte sind wieder an der Völklinger Straße und über die neue Brücke direkt mit dem Mutterhaus verbunden. Das macht vieles einfacher und bringt die Leute enger zusammen. Mein Dank gilt allen, die in den vergangenen Jahren an anderen Standorten gearbeitet und diese Übergangszeit mit viel Flexibilität mitgetragen haben.“
Aus Alt mach Neu
Zunächst wurden aus dem 50 Meter hohen und früher vom Landesamt für Besoldung und Versorgung genutzten Gebäude alle Bauteile bis auf die tragende Struktur entfernt. Die verbleibende Stahlbetonstruktur wurde erhalten und gemäß aktueller Brandschutzvorschriften für Hochhäuser verstärkt und saniert. Hinzu kommen eine neue attraktive Fassade, ein neues Haupttreppenhaus sowie der gesamte Innenausbau, der einschließlich aller technischen Einrichtungen vollständig modernisiert wurde. Ein neuer Eingang nimmt die sicherheitstechnisch erforderliche Zugangsschleuse auf und die Verbindungsbrücke zum rückwärtigen Bestandsgebäude des LKA ermöglicht den Bediensteten kurze Wege innerhalb der Häuser.
Reduzierter CO2-Fußabdruck durch nachhaltige Nutzung „grauer Energie“
Gabriele Willems, Geschäftsführerin des BLB NRW, betonte anlässlich der Übergabe an den neuen Nutzer die Nachhaltigkeit des Projektes: „Mit der Revitalisierung kann ein bereits bestehendes Gebäude für weitere Jahrzehnte genutzt werden. Erhalten bleiben dabei auch bereits verwendete Ressourcen. Die sogenannte „graue Energie“, die bereits zum ursprünglichen Bau des Gebäudes benötigt wurde, bleibt erhalten. Auf diese und weitere Nachhaltigkeitsaspekte beim Bau legen wir großen Wert.“
Bei der Gebäudeanalyse und der Bestandaufnahme wurde dem neuen Dienstgebäude durch die Revitalisierung ein um 67 Prozent verbesserter CO2 Fußabdruck gegenüber Standardgebäuden attestiert. Die Energiebilanz des Hauses mit 14 Geschossen wurde zudem durch die moderne Gebäudetechnik, Fernwärmeversorgung und die neue Fassade deutlich verbessert. Auf die Wiederverwertbarkeit, die Demontagefähigkeit von Bauelementen und deren Trennbarkeit wurde bei der Planung besonderes Augenmerk gelegt. So ist das Hochhaus B1 nach seiner Fertigstellung ein modernes und nachhaltiges Verwaltungsgebäude, das den Beschäftigten des Landeskriminalamts beste Arbeitsbedingungen bietet.
Neues B1-Gebäude stärkt Zusammenarbeit im LKA NRW
Ingo Wünsch, Direktor des LKA, freute sich bei der Übergabe über die Vorteile, nun an einem Standort vereint zu sein: „Das B1 steht für ein LKA, das wieder enger zusammenrückt. Für viele Kolleginnen und Kollegen bedeutet dieses Gebäude die Rückkehr an ihren eigentlichen Arbeitsplatz – zurück ins Zentrum des Landeskriminalamtes.“ In den vergangenen Jahren haben neue kriminalpolizeiliche Aufgaben und Herausforderungen das Landeskriminalamt NRW stark verändert. Insbesondere die Bekämpfung von Cybercrime, politisch motivierter und organisierter Kriminalität sowie hybriden Bedrohungen erfordert zusätzliche Spezialisierung, neue Organisationseinheiten und eine immer engere Zusammenarbeit.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist das Landeskriminalamt NRW in den vergangenen Jahren auf knapp 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen. Der personelle Aufwuchs machte es notwendig, einzelne Organisationseinheiten außerhalb des Hauptgebäudes unterzubringen. Die räumliche Trennung war organisatorisch notwendig, brachte jedoch zusätzliche Wege und Abstimmungsaufwand mit sich. Mit dem neuen B1-Gebäude kehren nun rund 440 Beschäftigte an die Völklinger Straße zurück.
„Moderne Arbeitsplätze, flexible Bürostrukturen, moderne Sicherheits- und Gebäudetechnik sowie eine nachhaltige Energieversorgung schaffen die Voraussetzungen für zeitgemäße und leistungsfähige Polizeiarbeit“, so Wünsch. Das B1-Gebäude bildet künftig gemeinsam mit dem Mutterhaus einen modernen und leistungsfähigen Campus des Landeskriminalamtes NRW – und verbessert die Voraussetzungen dafür, die Zukunft der Kriminalpolizei in Nordrhein-Westfalen gemeinsam weiter zu gestalten.
Ein Vierteljahrhundert BLB NRW
25 Jahre Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen: In einem Vierteljahrhundert hat sich der BLB NRW zu einer modernen Organisation entwickelt und ist Eigentümer und Vermieter nahezu aller Immobilien des Landes. Mit rund 4.000 Gebäuden und einer Mietfläche von etwa 10,3 Millionen Quadratmetern verantwortet der BLB NRW eines der größten Immobilienportfolios Europas. Seine Dienstleistungen umfassen unter anderem die Bereiche Entwicklung und Planung, Bau und Modernisierung sowie Bewirtschaftung und Verkauf von technisch und architektonisch hoch komplexen Immobilien. Darüber hinaus plant und realisiert der BLB NRW im Rahmen des Bundesbaus die zivilen und militärischen Baumaßnahmen der Bundesrepublik Deutschland in Nordrhein-Westfalen. Der BLB NRW beschäftigt mehr als 3.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an acht Standorten.




