Gesprächsabend zu Simone Weil im Maxhaus Düsseldorf

Am 27. Mai 2026 um 18:30 Uhr lädt das Maxhaus zu einem Gesprächsabend ein, der mit Simone Weil einer außergewöhnlichen Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts gewidmet ist.

Düsseldorf – Die hochbegabte Philosophin, politische Aktivistin und provokante Mystikerin gilt als Grenzgängerin par excellence – eine Frau, deren Denken heute eine überraschende Renaissance erlebt. Weil verband kompromisslose intellektuelle Schärfe mit einer tiefen spirituellen Suche. Sie arbeitete in Fabriken, engagierte sich im Spanischen Bürgerkrieg, wandte sich von politischen Ideologien ab und fand zu einer zutiefst persönlichen Christusbegegnung – ohne je einer Kirche beizutreten.

Der Abend beleuchtet zentrale Motive ihres Denkens, darunter das kontemplative Gebet als „reine Aufmerksamkeit“, die Spannung zwischen der „Schwerkraft“ der irdischen Existenz und der befreienden Kraft der Gnade, ihr leidenschaftlicher Einsatz für die Würde der Arbeitenden und die Suche nach einer Spiritualität, die zum konkreten Handeln führt.

Die Veranstaltung verbindet Vortrag, gemeinsames Lesen, Gespräch und Gebet und lädt dazu ein, Simone Weils „Warten auf Gott“ neu zu entdecken – eine Haltung, die den Schmerz der Welt nicht ausblendet, sondern ihn in Liebe auszuhalten versucht.

Begleitet wird der Abend von Irmgard Poestges, Theologin und geistliche Begleiterin. Tickets: 6 Euro (erm. 4 Euro) | Maxhaus-Foyer, eintrittskarten@maxhaus.de oder 0211 9010252. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Reservierung empfohlen.

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