Düsseldorf – Dafür wird das Wasser vollständig abgelassen, um insbesondere die großen Kunstfelsen sowie die Unterwasserscheiben intensiv zu reinigen und von Algen zu befreien. Auch der Bodengrund wird bei dieser Gelegenheit sorgfältig gesäubert.
Für Besucherinnen und Besucher bedeutet das eine kurze Pause; die Tiere sind vorübergehend nicht zu sehen. Die zwölf Brillenpinguine ziehen während der Arbeiten für einige Tage in das Innengehege um. Voraussichtlich ab Mittwoch, 29. April 2026, können die Tiere wieder wie gewohnt im Außengehege beobachtet werden.
Die im Aquazoo lebende Gruppe gehört zur Art der Brillenpinguine (Spheniscus demersus), die ursprünglich an den Küsten des südlichen Afrikas beheimatet ist; unter anderem in Angola, Namibia, Südafrika und Mosambik. Innerhalb der vergangenen 30 Jahre ist der Bestand der Afrikanischen Pinguine in der Natur um rund 80 Prozent zurückgegangen. Ihr Bestand wird mittlerweile auf weniger als 10.000 Brutpaare geschätzt. Faktoren wie die industrielle Fischerei und eine fortschreitende Küstenbebauung setzen der Art derart massiv zu, dass sie inzwischen als stark gefährdet eingestuft werden musste.
Das Aquazoo Löbbecke Museum engagiert sich aktiv für den Schutz dieser Tierart. Als Teil eines internationalen Zuchtprogramms trägt die Einrichtung zur Erhaltung der Population bei. Darüber hinaus wird durch den „Artenschutzeuro“ die Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds (SANCCOB) finanziell unterstützt. Die Organisation betreibt in Südafrika eine wichtige Aufzucht- und Pflegestation für Pinguine und andere Seevögel.




