Düsseldorf zieht positive Zwischenbilanz zum Fußverkehrscheck

Die Landeshauptstadt Düsseldorf zieht eine positive Zwischenbilanz zur Förderung des Fußverkehrs.

Düsseldorf – Fünf Jahre nach dem Fußverkehrs-Check im Jahr 2020 zeigt eine aktuelle Nachbetrachtung, dass ein Großteil der Verbesserungsvorschläge bereits umgesetzt wurde oder sich in der Umsetzung befindet.

Die Fußverkehrs-Checks wurden auf zwei ausgewählten Routen in den Stadtteilen Gerresheim sowie Lichtenbroich und Unterrath vorgenommen. Ziel war es, konkrete Verbesserungsbedarfe vor Ort zu identifizieren und gemeinsam mit Bürgerschaft, Stadtverwaltung und weiteren Akteuren Projekte zur Stärkung des Fußverkehrs zu entwickeln. 32 Projekte kamen zusammen. 78 Prozent der Vorschläge werden bereits bearbeitet oder sind bereits umgesetzt, ein im Vergleich zu anderen Kommunen überdurchschnittlicher Fortschritt.

Wirkung über die Quartiere hinaus

Die im Rahmen der Fußverkehrs-Checks identifizierten Handlungsfelder – insbesondere Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und Schulwegsicherung – haben nicht nur in den beiden untersuchten Quartieren Wirkung entfaltet, sondern die Fußverkehrsförderung gesamtstädtisch gestärkt. So wurden beispielsweise Tempo-30-Regelungen sowie sogenannte Hol- und Bringzonen im Umfeld von Grundschulen verstärkt umgesetzt. Darüber hinaus konnten im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Projekte realisiert werden, etwa der barrierefreie Ausbau von Kreuzungen und Querungsstellen, Verbesserungen an Lichtsignalanlagen sowie bauliche Anpassungen wie Gehwegnasen oder die Instandsetzung von Gehwegen.

Zugleich haben die Fußverkehrs-Checks strukturelle Veränderungen in der Stadtverwaltung angestoßen. Der Fußverkehr wird heute systematisch in Planungsprozesse einbezogen und ist fester Bestandteil verwaltungsinterner Abstimmungen.

Auch in anderen Projekten zeigt sich die gestiegene Bedeutung des Fußverkehrs: Bei der Planung von Radverkehrsprojekten und Mobilitätsstationen werden Belange des Fußverkehrs frühzeitig berücksichtigt, wodurch zusätzliche Verbesserungen entstehen. Die Fußverkehrs-Checks haben damit nicht nur konkrete Maßnahmen angestoßen, sondern auch Planungsstandards und Entscheidungsprozesse nachhaltig beeinflusst und eine deutliche Strahlkraft auf das gesamte Stadtgebiet entfaltet.

Fußverkehr als Bestandteil der Stadtverwaltung

Auch innerhalb der Stadtverwaltung wurde das Thema Fußverkehr strukturell gestärkt: Seit 2023 verfügt die Landeshauptstadt über eine Fußverkehrsbeauftragte. Zudem ist das Thema Fußverkehr fest in zentrale Abstimmungsprozesse innerhalb der Stadtverwaltung integriert worden. Diese positive Entwicklung findet auch überregional Beachtung: Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird gemeinsam mit zwei weiteren Kommunen in einem Filmprojekt des Zukunftsnetz Mobilität NRW als Best-Practice-Kommune vorgestellt.

Hintergrund und Einordnung

Die Fußverkehrs-Checks sind ein Angebot des Zukunftsnetz Mobilität NRW zur Förderung einer fußgängerfreundlichen und nachhaltigen Mobilitätsentwicklung. Düsseldorf erhielt 2020 im Rahmen eines landesweiten Wettbewerbs den Zuschlag zur Teilnahme. Ziel war es, die Belange des Fußverkehrs stärker in den Fokus zu rücken, konkrete Verbesserungsbedarfe zu identifizieren und die Aufenthalts- und Lebensqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen. Dabei wurden Menschen vor Ort, Stadtverwaltung, Politik und Verbände aktiv eingebunden. Die im Rahmen der Checks gewonnenen Erkenntnisse dienen heute als wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Fußverkehrs in Düsseldorf, auch über die ursprünglich betrachteten Quartiere hinaus.

Die Projekte leisten zugleich einen Beitrag zur Initiative „Wege für alle“, mit der die Stadt den öffentlichen Raum sicher, barrierefrei und komfortabel für alle Menschen gestalten möchte. Die Landeshauptstadt Düsseldorf wird die begonnenen Projekte daher weiter fortführen und den Fußverkehr auch künftig gezielt stärken.

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