Düsseldorf – Im Castello Düsseldorf sorgten gut 3.000 Tischtennisfans für richtig gute Stimmung. Und das vom ersten Augenblick an, denn Fan Zhendong ging für die Borussia als erstes an den Tisch. Der Olympiasieger traf auf Joao Geraldo, der sich keineswegs vom Superstarstatus seines Gegenübers beeindrucken ließ und Fan sehr forderte. Das Match war eng: Alle drei Sätze endeten mit nur zwei Punkten Unterschied – aber alle für den Borussen, der seinen Klub somit in Führung brachte.
Kanak Jha wurde anschließend vom erst 21-jährigen deutschen Nationalspieler Wim Verdonschot herausgefordert. Und der Dortmunder übernahm direkt die Führung. Jha hatte Schwierigkeiten und musste die ersten beiden Durchgänge abgeben. Dann fand der Düsseldorfer besser in seinen Rhythmus und holte sich den dritten Satz. Die Zuschauer und die Borussia-Bank hofften, dass Jha es in den Entscheidungssatz schafft, denn er blieb dran. Das Match war knapp, doch am Ende waren es zwei Fehler zu viel und Verdonschot konnte seinen ersten Matchball verwandeln. Kein fünfter Durchgang, stattdessen der Ausgleich für den BVB.
Nach der Pause versprach die Partie Dang Qiu gegen Kristian Karlsson viel – und die Fans bekamen auch ein tolles Spiel zu sehen, zunächst mit Vorteilen für den Schweden im gelben Trikot. Doch von Karlssons Satzführung ließ sich das Penholder-Ass nicht beirren und glich rasch aus. Die Partie entwickelte sich zu einem hochklassigen Match mit spannenden Rallyes. Am Ende hieß es 3:1 für Qiu, der seine Farben erneut in Führung brachte.
Noch sehenswerter war das folgende Match zwischen Fan Zhendong und Wim Verdonschot. Auch wenn das Ergebnis mit 3:1 relativ eindeutig war, lieferten die beiden ein tolles Duell mit spektakulären Ballwechseln. Die deutsche Nachwuchshoffnung machte ein paar perfekt herausgespielte und top platzierte Punkte. Vor allem im zweiten Satz, der mit 11:6 an den Dortmunder ging. Doch am Ende war es Fans Erfahrung, Übersicht und diese unverwechselbare Mischung aus Power und Gefühl, die ihm und Borussia Düsseldorf den Sieg bescherten und die Halle zum Beben brachte.




