30. Ausgabe der Düsseldorfer Kunstpunkte

Die diesjährigen Düsseldorfer Kunstpunkte finden an den Wochenenden 12./13. September und 19./20. September 2026 statt.

Düsseldorf – Besucherinnen und Besucher können sich bei den diesjährigen Kunstpunkten an den Wochenenden 12./13. September 2026 im nördlichen Stadtgebiet sowie am 19./20. September 2026 im Süden wieder auf besondere Einblicke in Ateliers und Kunstbetriebe freuen. In diesem Jahr beteiligen sich erneut mehr als 400 Künstlerinnen und Künstler an insgesamt 196 Standorten in der Landeshauptstadt und lassen hinter die Kulissen ihrer Arbeit schauen. Darüber hinaus feiern die Kunstpunkte in diesem Jahr ihre 30. Ausgabe.

Ob Malerei, Bildhauerei, Fotografie oder Videokunst – die Vielfalt der Techniken und Themen lädt dazu ein, den Entstehungsprozess neuer Werke hautnah mitzuerleben und mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Die Kunstpunkte zeigen seit 30 Jahren, was Düsseldorf ausmacht: eine lebendige, offene und kreative Kunstszene. Ich freue mich, dass auch in diesem Jahr rund 400 Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers öffnen und den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ermöglichen.“

Erstmals Teil der Kunstpunkte ist Helen Kohl. Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich transdisziplinär zwischen Skulptur, Installation und Performance. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit fließenden, oft unscharfen Grenzbereichen zwischen dem Selbst und dem Anderen sowie deren Einfluss auf die Formung der eigenen Identität. Das Atelier der Künstlerin befindet sich im Atelierhaus an der Erkrather Straße 365.

Im Gegensatz zu Helen Kohl ist Peter Neunzig bereits ein Veteran der Kunstpunkte: Am zweiten Wochenende öffnet er sein Atelier am Maikammer 1 in Itter bereits zum 28. Mal. Im großen Atelierhaus an der Walzwerkstraße 14 gibt Kathrin Edwards Einblick in ihre Arbeitspraxis. Die Künstlerin arbeitet vorwiegend mit traditionellen druckgrafischen Techniken wie Radierung, Holzschnitt, Cyanotypie, Prägedruck, Lithografie und Monotypie. Daneben entstehen Objekte, Keramiken, Tuschemalereien, Aquarelle und Zeichnungen auf Papier.

Alle teilnehmenden Ateliers können an beiden Wochenenden samstags von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr besucht werden.

Offräume sind vorab an Freitagen geöffnet

In diesem Jahr nehmen 30 Offräume an den Kunstpunkten teil. Die unabhängigen Projekträume öffnen jeweils am Freitag vor den jeweiligen Kunstpunkte-Wochenenden – am 11. September im nördlichen und am 18. September im südlichen Düsseldorf – von 19 bis 21 Uhr. Sie ergänzen die klassischen Atelierbesuche um vielfältige kuratierte Ausstellungen, Performances und internationale Kooperationen.

Erstmals ist der Offraum „GARAGE / Thomas Schütte Stiftung“ Teil des Kunstpunkte-Programms. Gezeigt wird die Einzelausstellung „Arten von Ursachen“ des deutschen Bildhauers Michel Sauer. Sein plastisches Werk versteht Sauer als visuelle Erzählung im Spannungsfeld von Improvisation, präzisem Handwerk und der Poesie der Materialien. Die über fünf Jahrzehnte gewachsene Werkgruppe umfasst zahlreiche abstrakte und figurative Arbeiten, die sich in Gruppen, Variationen und Abschweifungen zueinander verhalten – im direkten Dialog, in ihrer Unterschiedlichkeit und in ihren gegenseitigen Bezügen. Michel Sauers Werke sind in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, darunter im Museum of Modern Art (MoMA) in New York sowie in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

In der Johanna Ey Foundation ist die Gruppenausstellung „Papierflieger“ zu sehen – eine Kooperation der Johanna Ey Foundation mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Kunstmuseum der Präfektur Chiba. Seit 2019 verbindet Düsseldorf und Chiba eine offizielle Städtepartnerschaft. Ein Residenzprogramm ermöglicht seit zwei Jahren Begegnungen zwischen bildenden Künstlerinnen beider Regionen. Die erste gemeinsame Ausstellung zeigt vornehmlich Werke auf Papier.

Online-Präsenz

Auf Instagram unter @kunstpunkte werden einige der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler in ihren Ateliers vorgestellt. Kurze Interviews und Videos geben Einblicke in ihre unterschiedlichen Arbeitsweisen. Darüber hinaus werden regelmäßig Routenvorschläge veröffentlicht, die dazu einladen, die Kunstpunkte auf besondere Weise zu erkunden.

Weitere Informationen zu den Teilnehmenden und dem Programm sind im Internet unter www.kunstpunkte.de abrufbar. Eine Straßenkarte zeigt übersichtlich die Standorte der Ateliers und Offräume sowie die Nord-Süd-Aufteilung. Der Informationsflyer der Kunstpunkte liegt beim Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie in zahlreichen Kultureinrichtungen zur Mitnahme aus.

Kostenlose Atelierführungen

Auch 2026 werden an beiden Wochenenden wieder geführte Touren durch Ateliers und Offräume angeboten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die rund zweistündigen Führungen finden zu Fuß statt und bieten interessante Hintergrundinformationen zu den einzelnen Kunstpunkten.

Die Anmeldung erfolgt online über die Kunstpunkte-Webseite: www.kunstpunkte.de/atelierbesuche.html.

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