Entdeckungstour durch Haus Kemnade in Bochum

Das Kulturhistorische Museum Haus Kemnade lädt am Sonntag, 13. September 2026, dem Tag des offenen Denkmals, zu einer Entdeckungstour ein.

Bochum – Von 12:00 bis 17:00 Uhr können Gäste das Herrenhaus und Bauernhaus unter dem diesjährigen Motto „Netzwerke“ erkunden. Ein kurzer, aber interessanter Rundweg verbindet Bochums ältestes profanes Baudenkmal mit dem Bauernhausmuseum. In einem gut zehnminütigen Spaziergang lassen sich Natur und Denkmal rund um Kemnade entdecken: Das Herrenhaus – von vielen liebevoll „Wasserburg“ genannt – war Sitz einer adligen Herrschaft. Diese musste sowohl immer wieder ihre Stellung behaupten als auch den Verlust sicher geglaubter Rechte und Ansprüche hinnehmen und nach neuen Wegen suchen, um die Würde ihres Standes zu wahren. Das hat sichtbare Spuren hinterlassen.

Und dann ist da das Bauernhaus, das bis in die 1970er Jahre in Stiepel stand. Die bäuerliche Lebenswelt steht heute der des Adels gegenüber. Ohne die Landwirte wären die Herren von Kemnade nichts. Netzwerke hatten sich etabliert, von denen beide „Höfe“ erzählen.

So vermitteln kurze Führungen Wissenswertes über die Geschichte von Haus Kemnade und seine heutigen musealen Sammlungen. Im Bauernhausmuseum lädt die Sonderausstellung „Watt dä Buer nich kennt, dat friätt hä nich!“ zu einer Begegnung mit Bauernregeln und Redewendungen ein. Kinder können auf der Deele kleine Mäuse basteln, Äpfel aus der diesjährigen Ernte gibt es bei gutem Wetter zum Mitnehmen.

Was wäre ein Herrenhaus ohne Musik? Auch diese gehört zum Programm: in der Musikinstrumenten-Ausstellung sind zwischen 12 und 16 Uhr etwa halbstündlich Oboen- und Querflötenklänge zu hören. Gleichzeitig bieten zwei besondere Fotostationen die Möglichkeit, Haus Kemnade und das Bauernhausmuseum oder die goldenen Musik-Putten im Empfangsraum als ungewöhnliche Kulisse für eigene Erinnerungsfotos zu nutzen.

Im Bienenmuseum informieren die Imker über ihre Arbeit und bieten „Kemnader Honig“ zum Kauf an. Mit Kaffee und Kuchen besteht die Möglichkeit zu einer kleinen Pause mitten in der bäuerlichen Ausstellung.

Das Repräsentationsbedürfnis der adligen Herren machte ihren „Herrschaftssitz“ auch immer schon zu einem Ort, an dem Kunst gezeigt wurde. Heute zeigt der Kunstverein Bochum e.V. inmitten des historischen Gebäudes aktuelle künstlerische Positionen. Zum Abschluss seiner Ausstellung „JENS SUNDHEIM – DAS MECHANISCHE AUGE“ wird um 15 Uhr ein Künstlergespräch zwischen dem Kurator Reinhard Buskies und dem Künstler Jens Sundheim angeboten. Im Anschluss können Gäste mit dem Medienkünstler über seine Arbeit und die besondere Ästhetik der Bilder des „mechanischen Auges“ sprechen.

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