Heute ist Weltbienentag

Der Weltbienentag steht ganz im Zeichen der heimischen Bienenarten und soll darauf aufmerksam machen, wie wichtig Bienen für das alltägliche Leben sind.

Essen – Sei es bei einem Spaziergang über eine schöne Blumenwiese, beim Einkaufen im Supermarkt (nicht nur beim Honigkauf) oder sogar als Inspiration für den Flugzeugbau, Bienen sind in vielen Bereichen des Lebens essenziell.

Warum sind Bienen so wichtig?

Auf der Suche nach Nahrung fliegen Bienen viele verschiedene Blüten an, dabei bleibt jedes Mal etwas von den Pollen und dem Nektar der Blüte an ihren Haaren und Beinen haften. Fliegt die Biene nun zur nächsten Blüte, verteilt sie diese Pollen weiter, womit sie ganz nebenbei einen sehr wichtigen Beitrag zu Bestäubung und Weiterverbreitung ihrer besuchten Pflanzen beiträgt, wovon wiederum auch die Menschen stark profitieren. Dies kann dann einerseits die schöne Blumenwiese sein oder auch ein Großteil der Nahrung, denn 75 Prozent der weltweiten Nahrungspflanzen werden von Bienen bestäubt.

Wie geht es den Wildbienen in Deutschland?

Leider geht es den Bienen und insbesondere den Wildbienen in Deutschland nicht besonders gut. Mittlerweile gelten nur noch 37 Prozent der Wildbienen als ungefährdet, in NRW sind sogar über 80 Prozent gefährdet. Das liegt insbesondere daran, dass immer mehr Bienen-Lebensräume kleiner werden oder sogar ganz verschwinden und sie immer weniger Nahrung finden. Und daran sind nicht zuletzt die Menschen unter anderem durch veränderte Flächennutzungen schuldig.

Das hat Folgen für die Ökosysteme, die Biodiversität und, wie bereits beschrieben, auch auf das Angebot unserer Nahrungsmittel. Deshalb ist es wichtig, die Wildbienen zu schützen und zu erhalten, um diese negativen Folgen zu verhindern. Anlässlich dessen macht der Weltbienentag jährlich am 20. Mai auf diese Problematik aufmerksam und möchte Bewusstsein dafür schaffen, sich mit der Wichtigkeit der Bienen für das Leben auf der Erde, auseinander zu setzen.

Wie können Wildbienen geschützt werden?

Leiterin des Umweltamtes Sonja Eisenmann schlägt dazu vor „Die wichtigsten Maßnahmen sind vor allem ausreichend Lebensräume und Nahrung sicherzustellen. Und hier kann im Prinzip jeder tätig werden, egal ob man einen Garten, einen Balkon oder sogar nur eine Fensterbank zur Verfügung hat. Eine besonders einfache Möglichkeit dafür ist, seinen Rasen im Garten seltener zu mähen und Wildpflanzen, die mit auf der Wiese wachsen, wie Löwenzahn oder Klee, stehen zu lassen um bereits damit Bienen eine Nahrungsquelle liefern zu können. Alternativ kann mit einer heimischen Wildblumensaatmischung eine kleine Blühwiese angelegt werden, durch die unsere heimischen Bienen ebenfalls viel Nahrung vorfinden. Und dafür ist nicht zwingend ein Garten nötig, das Ganze funktioniert auch sehr gut im kleinen Stil auf Balkon oder Fensterbank in einem Blumentopf!“

Durch den Schutz von Bienen werden gleichzeitig auch weitere Tier- und Pflanzenarten geschützt, nicht nur explizit die Bienen selbst, wodurch die Biodiversität in Deutschland insgesamt gestärkt wird. So kann also bereits mit kleinen Maßnahmen jede und jeder Einzelne dazu beitragen, die Zukunft der Bienen, nachhaltig zu sichern.

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