Berlin – Ein zentrales Vorhaben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie im Rahmen der Berliner Digitalisierungsstrategie war es, bis zum Ende der Legislaturperiode 2026 alle öffentlichen Schulen mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen auszustatten. Dieses Ziel wurde nun vorzeitig erreicht: Mit der Anbindung der Ernst-Haeckel-Sekundarschule in Hellersdorf hat Anfang 2026 die letzte der rund 700 öffentlichen Schulen in Berlin einen leistungsfähigen Internetzugang erhalten.
Somit verfügen alle öffentlichen Berliner Schulen über einen belastbaren Glasfaseranschluss. Damit ist ein wichtiger Meilenstein für die digitale Infrastruktur der Berliner Schulen früher als geplant abgeschlossen worden. Dieser Erfolg, der durch das BWAS-Programm unter Leitung des ITDZ Berlin umgesetzt wurde, wurde am Freitag vor Ort gewürdigt. Gleichzeitig wurden die neuen pädagogischen Möglichkeiten vorgestellt, die sich durch die leistungsstarke digitale Infrastruktur eröffnen. An der Ernst-Haeckel-Schule werden diese bereits sichtbar umgesetzt: Die Schule verfügt unter anderem über einen 3D-Drucker und bietet den Zusatzkurs „Digitale Welten“ an, in dem Schülerinnen und Schüler eigene Roboter entwickeln und 3D-Modelle erstellen.
Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung: „Mit dem Landesprogramm BWAS haben wir einen zentralen Baustein der Berliner Bildungs- und Digitalstrategie erfolgreich umgesetzt: Alle öffentlichen Schulen verfügen nun über leistungsfähiges Glasfaserinternet. Dass wir dieses Ziel ein gutes halbes Jahr früher als geplant erreichen konnten, zeigt, dass Berlin bei der Digitalisierung seiner Bildungsinfrastruktur entschlossen vorangeht. Durch die zentrale Programmsteuerung und die Finanzierung aus Landesmitteln konnten wir die Schulen spürbar entlasten und zugleich einen einheitlich hohen Standard sicherstellen. Mein Dank gilt dem ITDZ Berlin für die engagierte Umsetzung dieses wichtigen Zukunftsprojekts.“
Martina Klement, Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung und Chief Digital Officer des Landes Berlin: „Schnelles Internet ist heute so wichtig wie Wasser und Strom. Ohne eine stabile und schnelle Verbindung gibt es keine gute digitale Bildung und keinen Zugang zu Zukunftstechnologien. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit dem BWAS-Programm und mit Unterstützung des ITDZ Hunderte Schulen ans Glasfasernetz anschließen konnten – und das sogar schneller als geplant. So können unsere Schülerinnen und Schüler mit modernen digitalen Anwendungen arbeiten, zum Beispiel auch mit KI, direkt im Unterricht.“
Dr. Maria Borelli, Vorständin des ITDZ Berlin: „Ich freue mich, dass das ITDZ Berlin mit dem zentralen Programm-Management des Programms BWAS das Land Berlin erneut kompetent und serviceorientiert bei einem großen Digitalisierungsprojekt unterstützen konnte. Damit schaffen wir eine wesentliche technische Grundlage für modernes Lehren und Lernen für Berliner Lehrkräfte sowie ihre Schülerinnen und Schüler. Die erfolgreiche gemeinsame Umsetzung dieses komplexen Vorhabens mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und allen Berliner Bezirken zeigt, wie durch klare Zuständigkeiten und gute Zusammenarbeit konkrete Mehrwerte für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger entstehen. Der standardisierte, gesamtstädtische Ansatz dient nun als Blaupause für weitere landesweite Digitalisierungsprojekte, deren zentrale Steuerung das ITDZ Berlin übernommen hat.“
Stefan Bley, Stadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung, Kultur und Facility Management: „Die neuen digitalen Möglichkeiten eröffnen den Lehrkräften und Lernenden spannende Perspektiven, um mit modernen digitalen Werkzeugen zu lernen und zu wachsen. Ich bin stolz, dass die Ernst-Haeckel-Schule in Hellersdorf hier eine Schlüsselrolle spielt. Sie verdeutlicht, dass Marzahn-Hellersdorf Schritt hält, um digitale Bildung aktiv mitzugestalten.“
Kai Baumeister, Leiter der Ernst-Haeckel-Schule: „Schnelles Internet ist heutzutage für Schulen keine Zusatzoption mehr, sondern eine grundlegende Voraussetzung für zeitgemäßen Unterricht. Unsere Schülerinnen und Schüler bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit, umso wichtiger ist es, in den Schulen allen gleichermaßen Zugang zu moderner digitaler Infrastruktur zu ermöglichen. Neben vorhandenen Angeboten wie Wahlpflichtunterricht in Robotik, Medienwelten oder dem Zusatzkurs Digitale Welten im Abitur können wir durch den Glasfaseranschluss digitale Bildung noch konsequenter anbieten. Dabei eröffnet sich für uns zum Beispiel auch die technische Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern den sinnvollen und gewinnbringenden Umgang mit Künstlicher Intelligenz beizubringen – verantwortungsvoll, reflektiert und mit einem bewussten Augenmerk auf Chancen und Risiken dieser Technologie. So können wir als innovative und engagierte Schule unseren Schülerinnen und Schülern die besten Voraussetzungen für ihren Bildungsweg in eine digitale Gesellschaft bieten.“
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hatte hierzu das ITDZ Berlin mit der Ausschreibung eines Rahmenvertrages sowie mit einem zentralen Programmmanagement beauftragt. Die Finanzierung der Erschließung sowie der laufenden Kosten erfolgte aus Landesmitteln, der WLAN-Ausbau konnte vielfach über Bundesmittel des DigitalPakt Schule ermöglicht werden.




