Faeser nennt Razzia gegen Schleuser „großen Erfolg“ – Haftbefehle vollstreckt

Bundesinnenministerin Faeser (SPD) hat die bundesweite Razzia gegen Schleuser als "großen Erfolg" bezeichnet.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat die bundesweite Razzia gegen Schleuserkriminalität als „großen Erfolg“ und „wichtigen Schlag gegen diese skrupellosen Kriminellen“ bezeichnet. Bei einer „international koordinierten Maßnahme der Bundespolizei“ am Mittwoch sei „eine Vielzahl von Haftbefehlen“ vollstreckt worden, erklärte Faeser am Nachmittag. Mehr als 660 Beamte der Bundespolizei seien im Einsatz gewesen.

Ein Schwerpunkt der Aktion am Mittwoch war Nordrhein-Westfalen. Laut einem Sprecher der dortigen Bundespolizei wurde allein in NRW eine „zweistellige Zahl“ von Haft- und Durchsuchungsbefehlen vollstreckt. Einsätze gab es demnach unter anderem in Köln, Düsseldorf, Bonn, Detmold und Bergisch Gladbach. An einigen Orten dauerten die Maßnahmen am frühen Abend noch an. Zum Teil waren Spezialkräfte der Bundespolizei im Einsatz, hieß es weiter. Dem Vernehmen nach handelte es sich dabei um die Spezialeinheit GSG 9.

Die Maßnahmen richteten sich gegen Schleusergruppen, die Migranten vorrangig von der französischen oder belgischen Nordseeküste über den Ärmelkanal nach Großbritannien gebracht haben sollen, teilte der Polizeisprecher weiter mit. Dabei sollen zum Teil minderwertige Schlauchboote zum Einsatz gekommen sein. Dem Vernehmen nach gilt eine kurdisch-irakische Gruppe als verdächtig.

Die Federführung des international koordinierten Einsatzes liege bei Europol im niederländischen Den Haag. Die Bundespolizei will am Donnerstag Bilanz ziehen.

Schon in den vergangenen Monaten habe die Bundespolizei Material wie Schlauchboote und Motoren sichergestellt, teilte das Bundesinnenministerium mit. Die Utensilien sollten für Schleuser-Aktionen im Ärmelkanal verwendet werden. „Das zeigt: Die Bekämpfung der organisierten Schleusungskriminalität hat für uns sehr hohe Priorität“, betonte Faeser und hob die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wie Europol und Eurojust zur Bekämpfung krimineller Netzwerke hervor.
© AFP

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