Düsseldorf – In der Düsseldorfer Altstadt duftete es am Samstag, 10. Oktober 2026, nach frisch gebratenen Reibekuchen. Vor der Kostbar am Bolker Stern bildeten sich lange Schlangen, denn die Tischgemeinschaft der Scholljonges hatte zum Reibekuchenessen für den guten Zweck eingeladen. Das Ziel: 10.000 Reibekuchen kostenlos an die Besucherinnen und Besucher auszugeben und gleichzeitig Spenden für Menschen in Not zu sammeln.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Scholljonges mit rund 3.000 Reibekuchen eine erfolgreiche Premiere gefeiert. Diesmal wurde die Aktion deutlich ausgeweitet. Ab kurz nach 10 Uhr wurden die ersten Reibekuchen mit Apfelmus ausgegeben. Nach rund neun Stunden waren schließlich alle Portionen verteilt. Wer kein Geld hatte, konnte kostenlos essen. Alle anderen waren eingeladen, einen freiwilligen Beitrag zu leisten.

Prominente Unterstützung an den Pfannen
Für die Zubereitung standen sieben große Reibekuchenpfannen bereit, die unter anderem von der Erkrather Feuerwehr und der Karnevalsgesellschaft Gerresheimer Bürgerwehr ausgeliehen worden waren. Zahlreiche Helferinnen und Helfer unterstützten die Aktion – darunter auch bekannte Gesichter aus Fernsehen, Sport und Düsseldorfer Karneval.
Mit dabei war der aus verschiedenen TV-Formaten bekannte Lebensmittelexperte und Produktentwickler Sebastian Lege, der selbst Mitglied der Scholljonges ist. An den Pfannen gab er Tipps zur richtigen Temperatur des Öls und zur passenden Menge des Kartoffelteigs. Auch ehemalige Fortuna-Akteure halfen bei der Ausgabe der Reibekuchen mit.

Rund 7.000 Euro für soziale Einrichtungen
Der Einsatz zahlte sich aus: Am Abend schätzte Scholljonges-Baas Michael Brühl, dass rund 7.000 Euro an Spenden zusammengekommen waren. Das Geld kommt der Altstadt-Armenküche und dem gutenachtbus zugute.
Beide Einrichtungen unterstützen Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Besonders in den kälteren Monaten ist die Arbeit des gutenachtbusses wichtig. Das Angebot richtet sich an wohnungslose Menschen, die dort unter anderem Kaffee, belegte Brötchen und Suppe erhalten. Darüber hinaus werden warme Kleidung, Jacken, Schlafsäcke, Isomatten und Decken ausgegeben, die beim Schutz vor Kälte helfen.




