Krefeld – Das Format „First and Further Steps“ des städtischen Kulturbüros dient als Plattform für junge Choreographen, um aktuelle Strömungen und Entwicklungen dieser Szene zu zeigen. Auf der Studiobühne 2 an der Virchowstraße werden von 14. März bis zum 18. April neue Produktionen der jungen NRW-Tanzszene aufgeführt. EinBegleitprogramm unter anderem mit Talkrunden ergänzt die Aufführungen. Zum Auftakt kommt die Kölner Choreographin Liza Baliasnaja mit ihrem Solo „Shield is a weapon“. Karten können ab sofort online beim Kulturbüro der Stadt Krefeld reserviert werden.
Baliasnaja kommt mit ihrer sechsten abendfüllenden Produktion zum ersten Mal nach Krefeld. In ihrem Solo thematisiert sie Praktiken der Abschirmung, die tief in den Alltag eingeschrieben sind. Ihr Stück untersucht Grenzziehung und das doppeldeutige Zusammenspiel von Verletzlichkeit und Aggression, von Verhüllung und Konfrontation. Choreographisch setzt sie es durch Bewegung, vokale Klanglandschaften und Texte auf der Bühne um.
Das Ensemble der Hochschule Niederrhein „Mitten.in“ stellt am Donnerstag, 26. März, um 20 Uhr das Stück „Säulen-Wirbel-Körper“ vor. Das intergenerative Ensemble mit Mitgliedern im Alter von 22 bis 80 Jahren begibt sich in seiner dritten Produktion auf die Suche nach Spuren in „Körpergeschichten“: Erzählungen von Vereinzelung, Spannung und vorsichtiger Annäherung, von Nähe und Distanz, von Abstand und Spielraum. In dem Stück wird der Versuch unternommen, aus der Vereinzelung ein Netz gegenseitiger Resonanz zu spannen.
Auf dem weiteren Programm von „First and Further Steps“ steht unter anderem am Samstag, 28. März, um 20 Uhr die Produktion „Das Netz“ von Mira Rosa Plikat und ihrem Team. Sie beschäftigen sich in der Performance mit Momenten der Verbundenheit und Autonomie. In der Inszenierung wird die Anziehung hin zu, das Begehren nach sowie das gleichzeitige Abschrecken vor Zugehörigkeit und dem Verschmelzen zu einer Einheit dargestellt. Die Compagnie „Flying Elephant“ aus Essen wird am Freitag, 10. April, um 20 Uhr ihre Choreographie „Mind the Gap“ aufführen. Zwei Performer thematisieren die Lücke zwischen Selbstwahrnehmung und öffentlicher Beurteilung, und stellen stereotype Bilder von queeren Menschen in Frage. Das gesamte Programm der Tanzreihe in Krefeld steht unter www.firstandfurthersteps.de.
Der Eintritt zu den jeweiligen Aufführungen kostet elf, ermäßigt sechs Euro. Bei Vorlage der Ehrenamtskarte reduziert sich der Eintrittspreis auf sechs Euro. Die Karten-Reservierung ist ab sofort unter www.krefeld.de/kartenreservierung oder telefonisch unter 0 21 51 / 86 48 48 möglich. Die Tanzreihe wird über dieMittelzentrenförderung Tanz und Performance für die Fabrik Heeder finanziert, eine Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.




