Außergewöhnliche Kochshow im Essener Café Central

Unter dem Titel „frEssen“ erwartet das Publikum am Freitag, 12. Juni 2026, 21:00 Uhr im Café Central im Grillo-Theater ein Kochabend über Kolonialmacht und Gewürze.

Essen – Drei Personen stehen gemeinsam in einer Küche zwischen Kochshow, Großküche und Krisengebiet – und versuchen weiter zu kochen: Das ist die Szenerie in der nächsten Ausgabe der Reihe „Central Alive“ des Schauspiel Essen. Unter dem Titel „frEssen“ erwartet das Publikum am Freitag, 12. Juni, 21:00 Uhr im Café Central im Grillo-Theater (Theaterplatz 11, 45127 Essen) ein Kochabend über Kolonialmacht und Gewürze. Was als atmosphärischer Abend über Komfortessen, Herkunft und Genuss beginnt, kippt langsam in eine Untersuchung von Macht, Ressourcen und Schuld. Zutaten fehlen. Preise ändern sich. Lieferketten brechen. Geschichten tauchen auf: Plantagen, Migration, Handelsrouten, Sehnsüchte. Die Küche wird dabei zu einem Zwischenraum – halb Ritual, halb Industrie, halb Unterhaltung.

Carolina de Araújo Cesconetto, Regisseurin, Autorin, Komponistin und seit Beginn der Spielzeit Regieassistentin am Schauspiel Essen, inszeniert diesen besonderen Abend, bei dem Kochen nicht mehr als Versorgung erscheint, sondern als Versuch, mit einer historischen Schuld umzugehen. Auf der Bühne stehen neben Ensemble-Schauspielerin Maddy Forst die Schauspiel-Gäste Lorenz Grabow, Johan Richter und Julia Zupanc.

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