Essen – Moritz Wondrak fotografiert für „Erinnerungsmacher – Das Übriggebliebene 1933-45“ Relikte aus der Zeit des Nationalsozialismus – Spuren im öffentlichen Raum ebenso wie Objekte in Privatbesitz, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden. Moritz Wondrak bietet eine kostenfreie Kuratorenführung durch die Ausstellung an. Um Anmeldung unter [email protected] wird gebeten.
Im Anschluss, um 16 Uhr, findet ein Bürgerdialog mit der Moderatorin Shelly Kupferberg statt. Hierzu hat die Alte Synagoge Essen die Besitzer*innen der für die Ausstellung fotografierten Objekte eingeladen, diese NS-Relikte aus ihrem Haushalt mitzubringen. Im Gespräch mit der Moderatorin in einem geschützten Rahmen soll über den Umgang mit diesen Gegenständen gesprochen werden.
Eine Teilnahme am Dialog ist kostenlos, hierzu ist keine Anmeldung erforderlich.
Über die Ausstellung
Wondraks Fotografien verorten die meist unscheinbaren Dinge – Betontrümmer, Gebrauchsgegenstände, Dokumente oder Kinderzeichnungen – in ihrem gegenwärtigem Umfeld und richten den Blick auf den Kontext, in dem sie bis heute erhalten bleiben, aufbewahrt oder genutzt werden. Als stille Zeugen öffnen die materiellen Hinterlassenschaften des NS den Raum für Erinnerung und schaffen ein Bewusstsein für die Durchdringung des Alltags mit Ideologie, Menschenverachtung und Krieg. Die fortdauernde Präsenz der Dinge erfordert eine kritische Auseinandersetzung mit dem Geschehenen, sowie die Verantwortung im Umgang mit ihnen.
Ein begleitendes Rahmenprogramm mit Vorträgen, Gesprächen und Diskussionsveranstaltungen wird die Ausstellung ergänzen.




