Gesprächsreihe „Verweile doch“ im Goethe-Museum Düsseldorf

Das Goethe-Museum in Düsseldorf lädt am Sonntag, 18. Oktober 2026, zur Gesprächsreihe "Verweile doch" ein.

Düsseldorf – Die dritte und letzte Ausgabe des Formats in diesem Jahr beschäftigt sich mit einer ebenso streitbaren wie faszinierenden Frau der Goethezeit. Ab 15 Uhr sprechen die Literaturwissenschaftlerinnen Dr. Valérie Leyh (Université de Namur) und Prof. Dr. Vera Viehöver (Université de Liège) mit Museumsdirektor Dr. Roman Gibhardt über Elisa von der Recke (1754–1833). Im Gespräch geht es um Esoterik und Geisterglauben, Aufklärung und Schwärmerei, um die Faszination der Freimaurerei und heftige intellektuelle Fehden – und nicht zuletzt um Reckes Beziehungen zu Goethe, Schiller und ihrem Umfeld.

Elisa von der Recke wurde berühmt, weil sie öffentlich widersprach. 1787 veröffentlichte sie eine Schrift, in der sie die Machenschaften des berüchtigten Magiers Alessandro Cagliostro in ihrer kurländischen Heimat offenlegte – und zugleich ihre eigenen Erfahrungen als sein Opfer schilderte. Dieser mutige Schritt machte sie schlagartig bekannt und verschaffte ihr große Popularität in den aufgeklärten Kreisen Deutschlands.

Valérie Leyh und Vera Viehöver beschäftigen sich seit Langem wissenschaftlich mit Elisa von der Recke und haben ihre Cagliostro-Schrift neu herausgegeben. Beide sind zudem als Co-Kuratorinnen an der Ausstellung „Aus dem Schatten“ beteiligt. Im Goethe-Museum stellen sie eine Autorin vor, deren Lebensgeschichte mitten in die geistigen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen des späten 18. Jahrhunderts führt.

Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm der aktuellen Ausstellung „Aus dem Schatten. Katharina Kippenberg und Frauen der Goethezeit“, in der auch Elisa von der Recke vorgestellt wird. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hintergrund

Die Reihe „Verweile doch“ bringt Wissenschaft und Publikum miteinander ins Gespräch. Anders als beim klassischen Vortrag steht der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt: Fachleute diskutieren mit Museumsdirektor Dr. Roman Gibhardt über Persönlichkeiten, Themen und Konflikte der Goethezeit und laden das Publikum ein, sich mit Fragen und eigenen Beobachtungen zu beteiligen. Bei Tee und Gebäck bleibt Gelegenheit, das Gespräch fortzusetzen.

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