Konzert des Antiphon Orchestra im Maxhaus Düsseldorf

Das Konzert des Antiphon Orchestra im Maxhaus verbindet historische Trauermusik mit zeitgenössischen Klängen und zwei Uraufführungen.

Düsseldorf – Mit dem Konzert „Leaving the Table – Trauer und Abschied durch die Jahrhunderte“ widmet sich das Antiphon Orchestra am Freitag, 23. Oktober 2026, um 20:00 Uhr im Maxhaus einem Thema, das im nahenden Trauermonat November besondere Resonanz erhält: dem Abschied. Das Programm führt Werke aus verschiedenen Jahrhunderten zusammen und lässt dabei ganz unterschiedliche musikalische Perspektiven auf Trauer, Verlust und Vergänglichkeit aufeinandertreffen.

Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach/Max Reger, Wolfgang Amadeus Mozart, Guillaume Lekeu und Giacinto Scelsi sowie zeitgenössische Kompositionen von Mark Andre, Sonja Mutić, Adrian Laugsch und Sol-i So. Zwei Werke werden als Uraufführungen erstmals zu hören sein. So entsteht ein Konzert voller musikalischer Kontraste, in dem historische Trauermusik auf experimentelle und neue Klangsprachen trifft.

Eine besondere Rolle spielt der Komponist Mark Andre, dessen Musik sich immer wieder mit dem Phänomen des Verschwindens auseinandersetzt und dabei auch geistliche Dimensionen berührt. Zwischen den historischen Werken und den zeitgenössischen Kompositionen entsteht ein musikalischer Dialog über das, was bleibt, wenn etwas oder jemand nicht mehr da ist.

Der Abend lädt nur zum Hören, sondern auch zum Nachdenken ein: über musikalische Formen des Abschieds, über Erinnerung und Vergänglichkeit und darüber, wie unterschiedlich sich diese Erfahrungen durch die Jahrhunderte in Musik ausdrücken.

Das Antiphon Orchestra wurde 2024 in Düsseldorf gegründet. Das Kammerorchester sucht in seinen Programmen bewusst den Kontrast zwischen unterschiedlichen Epochen, Kunstformen sowie instrumentalen und elektronischen Klangwelten. Dabei bringt es regelmäßig selten gespielte Werke von der Frühklassik bis zur Gegenwart zur Aufführung.

Die musikalische Leitung übernimmt Nicolas Kuhn, Komponist und Dirigent, der in Dresden und Düsseldorf bei Mark Andre, Manos Tsangaris, Franz Martin Olbrisch und Rüdiger Bohn studierte. Seine eigene kompositorische Arbeit und seine Erfahrungen als Dirigent zeitgenössischer Musik prägen den programmatischen Ansatz des Orchesters.

Um 19:15 Uhr findet im Klosterhof eine Konzert-Einführung mit Nicolas Kuhn und beteiligten Komponist:innen statt.

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