Schwerin richtet ersten Hundestrand in Görries ein

Der Eigenbetrieb SDS – Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin und die Landeshauptstadt Schwerin haben den ersten Hundestrand der Stadt kurz hinterm Dwang freigegeben.

Schwerin – Hinter der Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrer an der Rogahner Straße können große und kleine Fellnasen das ganze Jahr über ohne Leine baden und toben. Was früher ein stark vermüllter Kleingarten war, ist jetzt ein Wohlfühlort für Mensch und Hund. „Mit dem neuen Hundestrand geben wir einer Fläche, die lange Zeit nicht öffentlich genutzt werden konnte, eine neue Perspektive. Gleichzeitig schaffen wir ein Angebot, das in dieser Form bislang in Schwerin fehlte,“ sagt der SDS-Bereichsleiter für Öffentliches Grün Jannes Lenferink.

Nachdem das Pachtverhältnis mit den Kleingartenbesitzern bereits vor mehr als zwei Jahren beendet worden war, stellte sich die Frage, was aus der Fläche werden soll. Gleichzeitig war die Landeshauptstadt schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Bereich für einen Hundestrand. SDS und Ortsbeirat entwickelten die Idee, den Ort wieder mit Leben zu füllen. Aus dem Gedanken, das Areal für alle nutzbar zu machen, entstand schließlich der erste Hundestrand Schwerins.

Bevor Bello und Co. hier unbeschwert herumtollen konnten, gab es allerdings einiges zu tun. Der Uferbereich musste zunächst von Müll und möglichen Gefahrenquellen befreit werden. Der Eigenbetrieb sorgte dafür, dass der Boden teilweise an­geglichen und neuer Rasen eingesät wurde. Auch der alte Bungalow musste weichen. Der Abriss kos­tete einschließlich Schadstoffgutachten rund 32.000 Euro.

Bei der Gestaltung des Hundestrandes achtete der SDS auf die besondere Lage vor Ort. Auf einer Seite bildet der Zulauf zum Großen Ostorfer See eine natürliche Begrenzung. Auf der anderen Seite schützt ein Zaun das angrenzende Biotop. So haben die Hunde ausreichend Platz zum freien Bewegen, während der sensible Naturbereich geschützt bleibt.  Für den Vorsitzenden der Ortsteilvertretung Ralf Klein ist das ein besonders erfreuliches Ende einer langen Geschichte: „Dass auf einer so schönen Fläche nun wieder Leben einkehrt, ist einfach ein Traum. Und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war wirklich hervorragend,“ lobt Klein.

Die Stadt  bittet alle Nutzer, die Fläche sauber zu halten und Rücksicht aufeinander sowie auf die angrenzende Natur zu nehmen. Mülleimer sind vorhanden. Fahrradbügel sollen das Angebot in Kürze noch ergänzen.

xity.de
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