Magdeburg – Nach dem vorläufigen Endergebnis der Landeswahlleitung erreicht die Partei 43,8 Prozent der Zweitstimmen. Eine absolute Mehrheit verfehlte sie jedoch. Die Regierungsbildung dürfte damit trotz des klaren Wahlsiegs kompliziert werden.
CDU erleidet schwere Verluste
Die CDU kommt nach dem vorläufigen Ergebnis nur noch auf 17,2 Prozent und verliert damit gegenüber der Landtagswahl 2021 massiv. Die SPD erreicht 9,3 Prozent, die Grünen 8,9 Prozent und die Linke 8,6 Prozent. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zieht mit 5,3 Prozent in den Landtag ein. Die FDP scheitert mit 2,6 Prozent deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde.
Besonders deutlich zeigt sich der politische Umbruch bei den Direktmandaten: Die CDU konnte nach Berichten zum vorläufigen Ergebnis kein einziges Direktmandat gewinnen, während die AfD den Großteil der Wahlkreise für sich entschied.
Deutlich höhere Wahlbeteiligung
Die Wahl mobilisierte deutlich mehr Menschen als noch vor fünf Jahren. Die Wahlbeteiligung lag nach dem vorläufigen Ergebnis bei 77,8 Prozent – ein Plus von 17,5 Prozentpunkten gegenüber 2021.
Welche Koalitionen sind jetzt möglich?
Der klare Sieg der AfD bedeutet nicht automatisch, dass die Partei künftig auch die Regierung in Sachsen-Anhalt stellen wird. Entscheidend ist die Frage, ob sie im neuen Landtag eine Mehrheit für eine Regierungsbildung organisieren kann.
Die anderen Parteien stehen damit vor schwierigen Gesprächen. CDU-Ministerpräsident Sven Schulze hat nach der Wahl erklärt, dass er keine Zusammenarbeit mit der AfD anstrebt. Damit könnten für die übrigen im Landtag vertretenen Parteien verschiedene Bündnisse diskutiert werden. Welche Koalition am Ende rechnerisch und politisch zustande kommt, hängt von der endgültigen Sitzverteilung und den Entscheidungen der Parteien in den kommenden Wochen ab.
Schwierige Regierungsbildung zeichnet sich ab
Die Landtagswahl hat die politischen Kräfteverhältnisse in Sachsen-Anhalt grundlegend verändert. Die AfD geht als mit Abstand stärkste Partei aus der Wahl hervor, während die CDU einen historischen Einbruch hinnehmen muss.
Nun beginnt die entscheidende Phase nach dem Wahltag: Koalitionsgespräche und die Suche nach einer tragfähigen Mehrheit im neuen Landtag. Wer Sachsen-Anhalt künftig regieren wird, ist trotz des klaren Wahlsiegs der AfD damit zunächst weiter offen.




