Krameramtshaus zeigt Erhard Wildes Poesie in Bildern

Ab Mittwoch, 10. Juni 2026, zeigt der münstersche Künstler Erhard Wilde im Krameramtshaus unter dem Titel „Schwer zu beschreiben“ rund 40 Arbeiten.

Münster – Zu sehen sind neben Malerei und Kalligrafie vor allem Zeichnungen und Druckgrafiken. Die Ausstellung ist Teil von POETRY, dem interdisziplinären Rahmenprogramm des Lyriktreffens 2026. Bürgermeisterin Angela Stähler eröffnet sie in Anwesenheit des Künstlers am Dienstag, 9. Juni 2026, um 18:00 Uhr. Interessierte sind dazu eingeladen. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist bis zum 5. Juli 2026 zu sehen.

POETRY feiert bereits knapp vier Wochen vor dem Lyriktreffen die Vielfalt poetischer Ausdrucksformen. In der zum Programm gehörenden Ausstellung von Erhard Wilde (geboren 1941) liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel von Bild und Wort. Wilde ist gelernter Kartograf und arbeitet seit den 1990er-Jahren freischaffend im Wechsel zwischen Zeichnung, Druckgrafik, Malerei und Objektgestaltung.

Seine Bilder entstehen „fast wie von selbst“ und erinnern in ihrer Ungefiltertheit an tagebuchartige Skizzen und Notizen, mit denen Wilde unter anderem persönliche Erfahrungen verarbeitet. „Den Zufall provozieren, die Kontrolle reduzieren“ – so beschreibt er seinen künstlerischen Ansatz. In Wildes Grafiken finden sich immer wieder einzelne Wörter oder auch ganze Sätze, die häufig aufgrund der Drucktechnik spiegelverkehrt angeordnet sind und als zentrale Bildelemente fungieren.

Diese Betonung von Sprache macht die Ausstellung für POETRY mithilfe von QR-Codes zusätzlich erlebbar: Die Codes leiten zu Hörstücken auf der Website des Kulturamts, die im Rahmen der seit 1979 bestehenden „Literaturline“ monatlich eingesprochen werden. Gesine Heger, Programmkoordinatorin der Literaturline, hat Erhard Wildes Werke assoziativ mit Texten aus dem Archiv der Literaturline verknüpft.

Die Ausstellung ist montags bis freitags, von 12 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Das Kulturamt der Stadt Münster präsentiert im Wechsel mit dem Zentrum für Niederlande-Studien der Universität Münster Ausstellungen im Zunftsaal des Krameramtshauses. Regelmäßig nutzen Künstlerinnen und Künstler aus Münster den historischen Ort als Ausstellungsraum.

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