Ausstellungseröffnung in der VHS Essen

Die Volkshochschule (VHS) Essen eröffnet am Mittwoch, 3. Juni 2026, die Ausstellung "Koffer voller Hoffnung".

Essen – Sie erzählt die bewegende Geschichte südkoreanischer Bergarbeiter und Krankenschwestern, die seit den späten 1960er Jahren ins Ruhrgebiet kamen. Zur feierlichen Eröffnung um 15:30 Uhr werden neben Oberbürgermeister Thomas Kufen – der zugleich die Schirmherrschaft übernommen hat – auch die Landtagsabgeordnete Gönül Eğlence sowie Chulhwan Byun, Gesandter und Leiter der Außenstelle der Botschaft der Republik Korea in Bonn, erwartet. Die Präsentation ist bis zum 10. Juli montags bis freitags von 9:00 bis 20:30 Uhr im Foyer der 4. Etage am Burgplatz zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Die zeitgeschichtliche Ausstellung verbindet persönliche Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit historischen Dokumenten, Fotografien und multimedialen Perspektiven. Dabei stellt sie eine zentrale gesellschaftliche Frage: An wessen Geschichte wird erinnert und welche Biografien bleiben bislang unsichtbar? Kuratiert hat das Projekt Dr. Martin Hyun, das visuelle Konzept stammt von Felix Park und Ohyun Kwon. Alle drei sind Söhne südkoreanischer Gastarbeiter.

„Viele der Menschen aus Korea haben Jahrzehnte hier gearbeitet, doch ihre Lebensleistung steht in keinem Schulbuch“, sagt Nikolaos Georgakis, Programmbereichsleiter Politik und Gesellschaft der VHS. „Die Ausstellung holt diese Menschen und ihre Verdienste aus dem Schatten.“ Für zahlreiche von ihnen wurde Essen vom Arbeitsort zur neuen Heimat. Ihre Spuren in den Zechen und Kliniken der Stadt zeichnet die VHS nun bis in den Juli hinein nach.

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