Serenaden im Rittersaal der Burg Linn gehen in nächste Runde

Bereits zum 68. Mal lädt das Kulturbüro ab dem 4. September 2026 zur Kammermusik-Reihe in den Rittersaal der Burg Linn.

Krefeld – Auch in der Saison 2026/27 bringen die beliebten Serenadenkonzerte vielseitige Interpretationen klassischer Musik zusammen. „Das Kulturbüro hat sich die Förderung von jungen Musikerinnen und Musikern zur Aufgabe gemacht. Diesem Ziel gehen wir im Rahmen der Serenaden nach“, sagt Kulturbüroleiterin Dr. Katharine Leiska. Von den insgesamt neun Serenadenkonzerten sind fünf durch Initiativen und Stiftungen gefördert. So gehört das Kulturbüro etwa zur Veranstalterliste des Deutschen Musikrats. „Diese Kooperation besteht schon seit den 60er Jahren. Über den Deutschen Musikrat und den dazugehörigen Deutschen Musikwettbewerb haben wir dieses Jahr zwei Nachwuchs-Ensembles für die neue Saison vermittelt bekommen“, erklärt Leiska. „Zudem pflegen wir die Zusammenarbeit mit der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung in Herdecke, die zwei weitere Konzerte unterstützt. Ein weiteres Konzert wird gefördert durch die Stiftung Musik im Denkmal. Diese Kooperationen sind sehr wichtig für uns und ermöglichen, dass wir trotz der aktuell schwierigen Lage für die Kultur weiterhin neun Veranstaltungen in dieser Reihe anbieten können.“

September bis Silvester: Die Serenadentermine im Jahr 2026

Es sind abwechslungsreiche Formate junger und etablierter Ensembles mit teils ungewöhnlichen Besetzungen, die im Programm der 68. Serenaden zusammenfinden. Den Anfang der neuen Saison machen Daria Ushakova und Georg Kjurdian am 4 September. Die Geigerin, die mit 23 Jahren die bisher jüngste Konzertmeisterin in der Geschichte russischer Orchester wurde, und der vielfach ausgezeichnete Pianist, spielen Werke von Beethoven, Debussy, Szymanowski und Ravel.

Mit Philip Graham kehrt ein bereits Serenaden-erprobter Musiker nach Krefeld zurück. Für das Konzert am 25. September hat sich der deutsch-britische Cellist mit dem Amerikaner George Fu zusammengetan, der als einer der derzeit spannendsten Pianisten gilt und Auszeichnungen wie den Grammophone Award und den BBC Music Magazine Award vorweisen kann. Die beiden Musiker haben zum Thema „Fantasie/Realität“ ein Programm mit Stücken von Schumann, von Janacek, Clara Schumann und Brahms erarbeitet.

Das international besetzte Anima Quintett mit vier Saxofonen und Klavier wurde 2025 an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln gegründet. Die fünf Musikerinnen aus Taiwan, Spanien, Portugal und China stellen sich in Krefeld am 23. Oktober mit Werken von Giacomo Rossini, Manuel de Falla, Brahms, Giménez, Liszt und Gershwin vor. „Innenwelten“ bespielt das TaleaTrio am 13. November mit Stücken von Brahms, Clarke, Martinú und Schumann. Violinistin Elisso Gogibedaschwili, Bratschistin Sophie Kiening und Pianist Jun-Ho Gabriel Yeo wurden 20205 mit Stipendien des Deutschen Musikwettbewerbs ausgezeichnet. Das diesjährige Silvesterkonzert gibt das Klarinettentrio Schmuck um Gründerin Sayaka Schmuck mit einem abwechslungsreichen Klangmix zwischen Mozart, Brahms und Beatles.

Februar bis Juni: Die Serenadentermine im Jahr 2027

Am 19. Februar 2027 kehrt das Trio Adorno zurück nach Krefeld-Linn. Seit seiner Gründung wurde die Formation, bestehend aus Lion Hinnrichs am Klavier, Christoph Callies an der Violine und Samuel Selle am Cello, mit diversen Kammermusikpreisen ausgezeichnet. Sie spielen je ein Trio von Beethoven, Schostakowitsch und Dvorak. Das Trio Charolca, das am 12. März auf Burg Linn gastiert, lässt mit Viola, Querflöte und Harfe eine „Night at the Opera“ entstehen.

„Neben den regulären Konzerten, die freitagabends stattfinden, haben wir jetzt zum vierten Mal ein Konzert für Grundschulklassen im Programm“, sagt Jürgen Eichendorf, der die Organisation und Zusammensetzung der Serenadenkonzerte verantwortet. In diesem Jahr ist es das Duo re:flact mit Blockflötist Matthias Wolfer und Perkussionist Samuel Gogniat, das neben seinem regulären 20-Uhr-Konzert am 9. April 2027 auch eine Vormittagsvorstellung für Schülerinnen und Schüler anbietet. Das Duo bringt den Kindern nicht nur Musik vom Mittelalter bis heute anhand verschiedener Blockflöten und Schlaginstrumente näher, sondern führt sie auch an die metaphorischen Qualitäten von Musik heran. Für das erwachsene Publikum lassen Matthias Wolfer und Samuel Gogniat mit Blockflöte und Vibrafon Musik von Johann Sebastian Bach und Chick Corea verschmelzen.

Für das Abschlusskonzert am 4. Juni 2027 konnte das renommierte delian::quartett gewonnen werden. Die vier Streicher laden unter dem Titel „Tanz durch die Zeit“ zu einer Revue von Tanzstücken unterschiedlicher Epochen. Sie gastieren zum vierten Mal in Krefeld-Linn.

 

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