Münster – Autor Geralf Pochop stellt sein Buch zum Thema vor und beleuchtet mit Punksängerin Annette Benjamin die Erfahrungen widerständiger Frauen in der DDR-Punk-Szene im real existierenden Sozialismus. Durch die Lesung erhalten weitere Sängerinnen und Protagonistinnen der Szene eine Stimme. Der Eintritt zur Veranstaltung im Lesesaal ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Die Veranstaltung ist ein Mix aus Erzählung, Lesung und Bildspots. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten von Frauen – und die berichten von Mut, Repression und Selbstbehauptung. Nancy, eine der 23 Frauen, die in Pochops Buch „Tanz auf dem Vulkan“ zu Wort kommen, beschreibt die Situation so: „Punk zu sein an sich war schon eine Provokation. Aber als Mädchen so herumzulaufen, bedeutete wohl einen doppelten Tabubruch, so etwas wie ein Sakrileg im real existierenden Sozialismusverständnis der DDR.“
Geralf Pochop, geboren 1964 in Halle (Saale), geriet als Hausbesetzer, Punk und Wehrdienstverweigerer mehrfach mit der DDR-Staatsmacht in Konflikt. Nach Verhaftungen und Haftstrafen wurde er 1989 in die Bundesrepublik abgeschoben. Heute setzt er sich in seinen Büchern intensiv mit der DDR-Vergangenheit auseinander.




