Krefeld – An der Fahrradstrecke Krefelder Promenade sowie im Innenstadtbereich auf der Verbindungsgasse zwischen der Luisen- und Mariannenstraße ist intelligente Beleuchtung installiert worden, die auf Bewegung reagiert. Das Prinzip der neuen Anlage ist simpel, aber effektiv: Die Leuchten sind mit Sensoren ausgestattet und reagieren direkt auf Bewegung. Nähert sich ein Radfahrer oder Fußgänger, fährt das Licht auf volle Intensität hoch. Ist niemand unterwegs, wird die Leistung gedimmt. Das Projekt hat viele Gewinner: Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger wird erhöht. Durch die verbesserte Ausleuchtung öffentlicher Verkehrsflächen werden Angsträume reduziert sowie die sichere Nutzung der Wege insbesondere in den Abend- und Nachtstunden unterstützt. Gleichzeitig kann die Lichtverschmutzung gesenkt werden, wovon die Tierwelt im Bereich der Promenade profitiert. Auch die Energiekosten werden reduziert.
Bedarfsgerechte Beleuchtung steigert subjektives Sicherheitsgefühl
Zur Verbindungsgasse zwischen Luisenstraße und Mariannenstraße im Kronprinzenviertel erhielt die Stadtverwaltung Hinweise, dass diese unbeleuchtet einen Angstraum im Innenstadtbereich darstelle. Auf diese Hinweise ist die Stadt eingegangen und hat die moderne Technik installiert. Die Mittel dafür flossen aus dem Innenstadtfonds. Durch die bedarfsgerechte Ausleuchtung wurden die soziale Kontrolle und die Aufenthaltsqualität in diesem Bereich spürbar verbessert. Zudem wird die objektive Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende erhöht. Die gleiche Technik ist an der Krefelder Promenade in größerem Stil realisiert worden. Auf einem Teilabschnitt im Bereich der Hauptfeuerwache wurde eine intelligente Beleuchtungsanlage in Betrieb genommen, die speziell auf die Bedürfnisse des Radverkehrs zugeschnitten ist. Insgesamt 16 moderne Lichtpunkte wurden vom Promenadeneingang hinter der Feuerwache in Richtung Nordosten installiert.
Das Vorhaben ist kein isoliertes Projekt, sondern ein zentraler Baustein der Strategie „Smart City Krefeld“. In enger Zusammenarbeit des Smart-City-Teams mit dem Fachbereich Stadt- und Verkehrsplanung, dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung, der städtischen Gemeinwesenstelle, der Stabsstelle Innenstadtkoordination sowie der Netzgesellschaft Niederrhein (NGN) wurden hier zwei Pilotprojekte realisiert, die als Vorbild für weitere Maßnahmen im Stadtgebiet dienen. Im Zuge der städtischen Digitalisierungsstrategie soll moderne Technologie konkret zur Lebensqualität im öffentlichen Raum beitragen. Nach Abschluss der Pilotphase sind beide Systeme nun voll funktionsfähig und liefern wertvolle Erkenntnisse für die weitere Vernetzung und Modernisierung der städtischen Infrastruktur.Die im Pilotbetrieb gewonnenen Erkenntnisse werden fortlaufend evaluiert und fließen in die Prüfung weiterer geeigneter Standorte im Stadtgebiet ein.




